Es sind schwere Vorwürfe, die da auf dem Tunesier und Ex-Asylwerber Anas Z. lasten. Die 48-jährige Wiener Geschäftsfrau Elisabeth W. hatte nach einem Discobesuch einen Bekannten zu sich nach Hause mitgenommen. Wenig später wurde sie in ihrer Innenstadt-Wohnung in der Rauhensteingasse erdrosselt aufgefunden (siehe Infobox).
Sex auch in der Mordnacht
Der Verdacht fiel rasch auf Anas Z., der sich nach der Tat ins Ausland absetzte. Wenig später verhafteten ihn Zielfahnder des Bundeskriminalamtes am Flughafen in Nizza. Der in U-Haft sitzende Verdächtige weist über seinen Wiener Anwalt Nikolaus Rast trotz Indizien bzw. Beweisen für seine Anwesenheit am Tatort jede Schuld von sich.
"Mein Mandant ist am Boden zerstört. Er leugnet nicht, mit seiner Bekannten Sex gehabt zu haben. Auch in der Mordnacht. Daher stammen auch die DNA-Spuren. Aber mit dieser schrecklichen Tat hat er nichts zu tun", so der Strafverteidiger zur "Krone".
Keine Flucht, sondern Verwandtenbesuch?
Das vermutete Tatwerkzeug, ein Gürtel des Verdächtigen samt seinen Fingerabdrücken, hatte die Polizei auf die Spur von Anas Z. gebracht. Für den Anwalt keine Beweislast: Sein Mandant habe den Gürtel in der Wohnung vergessen, Elisabeth W. soll später von einem anderen Besuch bekommen haben.
Auch sei die Flucht von Anas Z. an die Côte d’Azur laut Rast gar keine gewesen. Sein Mandant habe die Reise seit Längerem geplant gehabt, weil er einen Onkel besuchen wollte. In Wien lebte Z. als U-Boot.










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