„Mehr als Nachbarn“

Erste Präsidentin Sloweniens zu Gast in Wien

Politik
24.04.2023 13:18

Alexander Van der Bellen hat die neue slowenische Präsidentin Nataša Pirc Musar mit militärischen Ehren empfangen. Vor allem der Klimaschutz soll bei dem Treffen im Vordergrund stehen. Doch an einem Thema, das zuletzt für Irritationen sorgte, führt wohl kein Weg vorbei.

Die neue slowenische Präsidentin Nataša Pirc Musar (54) absolviert am Montag ihren Antrittsbesuch in Wien. „Es ist eine Ehre, das erste weibliche Staatsoberhaupt Sloweniens heute in Wien zu empfangen“, teilte Bundespräsident Alexander Van der Bellen auf Twitter mit.

„Wir sind mehr als Nachbarn, teilen eine lange gemeinsame Geschichte, europäische Werte, Ideale und Ziele. Gemeinsam gedeihen wir“, fuhr der 79-Jährige fort.

Klima als Themenschwerpunkt
Van der Bellen hatte die politische Quereinsteigerin um 10.30 Uhr mit militärischen Ehren im Inneren Burghof empfangen. Zu Mittag wollten die beiden in der Hofburg gemeinsam vor die Presse treten. Die frühere Informationsbeauftragte sieht Van der Bellen als politisches Vorbild. Im Vorfeld des Besuchs hatte sie das Klimathema als Schwerpunkt hervorgehoben, doch wollte sie auch die Rechte der slowenischen Minderheit ansprechen.

Im Mittelpunkt des Treffens mit Van der Bellen „sollen Themen stehen, die wichtig für die sichere Zukunft beider Staaten, ihrer Menschen, der Europäischen Union und des Planeten sind“, ließ Pirc Musar im Vorfeld mitteilen. Auch in Sachen Ukraine und Westbalkan vertreten die beiden Staatsoberhäupter ähnliche Positionen.

Grenzkontrollen sorgten für Spannungen
Irritationen zwischen Ljubljana und Wien gab es jüngst wegen der Verlängerung der österreichischen Grenzkontrollen zu Slowenien, die das Nachbarland als ungerechtfertigt und europarechtswidrig ansieht.

Pirc Musar und Van der Bellen hatten einander erstmals im Dezember getroffen, wenige Tage vor dem Amtsantritt Pirc Musars. Der österreichische Präsident hatte sich damals in Ljubljana vom scheidenden Präsidenten Borut Pahor verabschiedet, mit dem ihn eine enge Arbeitsbeziehung verband. Die neue slowenische Präsidentin will sich am Montag auch die Klimt-Ausstellung im Unteren Belvedere ansehen und mit Sloweninnen und Slowenen zusammentreffen, die in Wien leben, arbeiten und wirken. Dazu zählte einst Pirc Musar selbst, hat sie doch im Jahr 2015 am Wiener Juridicum ihren Doktortitel der Rechtswissenschaft erworben.

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