Im mysteriösen Fall des Bankraubs in der Grazer Zinzendorfgasse einen Tag vor Weihnachten geht die Polizei mittlerweile fix davon aus, dass der Täter nicht nur eine Perücke, sondern auch eine Latexmaske getragen hat. Er dürfte also jünger sein als auf den ersten Blick ...
Banküberfälle sind selten geworden – umso mehr Aufsehen erregte der Coup im belebten Grazer Univiertel einen Tag vor dem Heiligen Abend. Der vermeintlich alte und somit vertrauenerweckende Täter klopfte gegen 15 Uhr an die Tür der Filiale. Er interessiere sich für ein Schließfach, erklärte er dem 57-jährigen Angestellten. „Ich habe noch einen anderen Kunden, aber wenn Sie kurz warten würden, kann ich Ihnen gerne alles zeigen.“
Rund 20 Minuten stand der Mann vor der Tür, ehe ihn der Betreuer in sein Büro bat und ihm alles zum Thema Schließfächer erläuterte. Anschließend ging es in den Keller, wo der vermeintliche Kunde weiter großes Interesse vortäuschte.
Plötzlich hielt der Unbekannte dem 57-Jährigen eine Waffe vor das Gesicht. Sehr höflich bat er den Angestellten im steirischen Dialekt, sich in eine Ecke zu stellen, dort zu bleiben und sich auf gar keinen Fall umzudrehen. Mit Werkzeug, das er offenbar in seinem Trolley versteckt hatte, brach der Räuber brachial mehrere Schließfächer auf. Dann drohte er dem Betreuer, sich ja nicht zu bewegen, und flüchtete. 50 Minuten blieb der schwer geschockte Mann im Keller, ehe er sich ins Büro zurück traute und Alarm schlug.
Täter ist auf der Flucht
Bereits kurz nach der Tat vermutete die Polizei, dass der Kriminelle eine Maske trug. Das hat sich erhärtet: Der Mann dürfte neben der Latexmaske auch eine Perücke getragen haben. Damit – und auch mit seiner gebückten Haltung – wollte er das Bild eines älteren Mannes abgeben. Der Unbekannte ist weiterhin auf der Flucht, die Ermittlungen laufen laut Landespolizeidirektion „sehr intensiv“.
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