Weil er die Anweisungen nicht befolgte, kam es zu einem lautstarken Streit zwischen dem Kapitän und einem Matrosen, der mit einer Morddrohung endete. Die Polizei musste ausrücken - und ein Taxi. . .
Es gibt Einsätze, die stellen selbst für erfahrene Polizisten eine Premiere dar. Ein solcher ereignete sich am Ostermontag im Kremser Hafen. Der Kapitän (42) eines Frachtschiffs war mit seinem Matrosen (58) in Streit geraten, was in einer Morddrohung gipfelte. Doch beim Klabautermann, was war passiert?
Eine klare Botschaft
Das unter deutscher Flagge fahrende Schiff hatte in Krems vorübergehend angelegt. Dabei hatte der 42-jährige Rumäne nur eine einzige, klare Botschaft: Bitte während des Aufenthalts nicht von Bord gehen. Doch was tat der 58-jährige Syrer? Richtig! Er verließ den Frachter und flanierte durch die Kremser Altstadt.
„Ich werfe dich ins Wasser“
Dort hatte er sich zwar keinen hinter die Binde gekippt, den Unmut seines Kapitäns zog er sich aber durch seinen unerlaubten Landgang dennoch zu. Und der entlud sich bei seiner Rückkehr auch prompt. Der wütende Schiffskommandant stellte ihn gleich zur Rede. Es folgte eine hitzige Diskussion, die der Matrose schließlich mit dem zornigen Satz „I will push you into the water and I kill you“ („ich werfe dich ins Wasser und töte dich“) beendete.
Festnahme
Der Bedrohte rief daraufhin sofort die Polizei, die den Matrosen widerstandslos vorübergehend festnahm. Er wurde im Anschluss an die Einvernahme wegen gefährlicher Drohung auf freiem Fuß angezeigt.
Weiter ging es für den Seemann dann allerdings nicht mehr auf der Donau, der Kapitän konnte sich eine Weiterfahrt mit ihm unter diesen Umständen nicht vorstellen. Stattdessen hat die Reederei dem Syrer ein Taxi bestellt
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