Als erstes Nicht-Innsbrucker Museum tritt das Osttiroler Museum der Landesträgerschaft bei. Der derzeit betreibende Verein bleibt bestehen. Verhandlungen mit dem Land werden in den kommenden Monaten geführt. Argumente für die Aufnahme waren vorhanden.
Es waren große Nachrichten, die Leo Gomig, Obmann des Vereins „Curatorium Pro Agunto“, am Dienstag im Rahmen eines Pressegesprächs zu verkünden hatte: Nach vielen Jahren der Bemühungen, die alte Römerstadt in Dölsach in die Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft einzugliedern, gelang nun ein Meilenstein: „Wir waren im Februar beim Landeshauptmann. Der hat uns zugesagt, dass wir in Verhandlungen eintreten können und unser Museum als 5. Landesmuseum aufgenommen werden könnte.“ Damit wäre man zugleich das erste außerhalb Innsbrucks. Einen entsprechenden Regierungsbeschluss dafür gibt es bereits.
Aguntum ist die einzige Römerstadt auf Tiroler Boden. Zudem sind wir laut Bundesdenkmalamt die wichtigste archäologische Grabungsstätte Österreichs.
Leo Gomig, Obmann des Vereins Curatorium Pro Agunto
Nun müsse man rechtliche Dinge klären, etwa die Anteile des betreibenden Vereins oder die Finanzierung der Mitarbeiter. Die Argumente lagen für Gomig klar auf der Hand: „Aguntum ist die einzige Römerstadt auf Tiroler Boden. Zudem sind wir laut Bundesdenkmalamt die wichtigste archäologische Grabungsstätte Österreichs.“ In etwa einem Jahr soll die Aufnahme abgeschlossen sein.
Viele Vorhaben umgesetzt, Verträge bleiben bestehen
Der bisherige Trägerverein investierte seit der Gründung im Jahr 1994 etwa 17 Millionen Euro und kaufte dabei etwa 30.000 m² Grund. Jährlich finden auch Forschungsgrabungen durch die Uni Innsbruck statt. Diese seien durch Verträge auch als Landesmuseum gesichert, sagt Gomig.
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