Di, 14. August 2018

Juweliere im Fokus

29.08.2011 12:21

Verurteilter Wiener Räuber gesteht auch Coup in Graz

Einer jener beiden Räuber, die Anfang Juli einen Wiener Juwelier überfallen haben, ist nach Ermittlungen von Kriminalisten auch einer der Täter, die Ende April in der Grazer Innenstadt einen Juwelenhändler gefesselt und ausgeraubt hatten. Der Mann, der nach dem Coup in Wien gefasst worden war, legte laut Oberstleutnant Erwin Strametz bereits ein Geständnis ab – sein Komplize, der sowohl in Graz als auch in Wien Mittäter gewesen sein dürfte, ist allerdings nach wie vor auf der Flucht.

Laut den Kriminalisten hatten sich bei dem Vergleich beider Taten auffällige Parallelen ergeben. Nach umfangreichen Ermittlungen und Einvernahmen gestand der Beschuldigte - der inzwischen wegen des Raubes in Wien zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde - den Überfall in Graz (siehe Bild aus einer Überwachungskamera). Der damals erbeutete Schmuck konnte allerdings nicht mehr sichergestellt werden, er wurde von den Tätern bereits an Hehler verkauft.

Mit Waffe bedroht, mit Kabelbindern gefesselt
Bei dem Überfall am 29. April waren zwei Unbekannte kurz nach Mittag in das Geschäft in der Grazer Sackstraße gekommen: Einer von ihnen bedrohte den 53-jährigen Ladeninhaber mit einer Waffe, der andere fesselte ihn mit Kabelbindern an Händen und Füßen. Anschließend holten sie sich Schmuck aus einer Vitrine.

Zeugin beobachtete Räuber-Duo auf der Flucht
Auf der Flucht wurden die Räuber von einer Zeugin beobachtet, wie sie in Richtung Schloßbergplatz liefen. Sie eilte dem Händler zu Hilfe, während die Männer entkommen konnten. Der leicht verletzte Überfallene war noch zum Geschäftseingang gerobbt, wo ihn die Zeugin befreite. Eine Fahndung verlief damals erfolglos.

Anfang Juli 2011 überfielen dann gegen 10 Uhr offenbar dieselben Räuber einen Juwelier in der Thaliastraße in Wien. Dabei erlitt einer der Männer, ein 29-jähriger Serbe, beim Handgemenge mit dem Geschäftsmann eine Knieverletzung und konnte im Zuge einer groß angelegten Fahndung wenig später festgenommen werden. Seinem mutmaßlichen Komplizen hingegen war abermals die Flucht gelungen.

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