24.11.2022 13:43 |

Spitzenreiter in EU

Überdurchschnittliche Corona-Hilfen für  Firmen

Mit Beginn der Corona-Pandemie hat Österreich zur Abfederung der Folgen der Pandemie die Förderungen für Unternehmen massiv ausgeweitet. 2020 und 2021 seien diese, als Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) gerechnet, die höchsten in der ganzen EU gewesen. Rund vier Prozent der heimischen Wirtschaftsleistung seien an Firmen geflossen, berichtet das Momentum Institut.

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Auch heuer nehme Österreich nach vorläufigen Zahlen der EU-Datenbank AMECO (Annual Macro-Economic) im EU-Vergleich einen Spitzenplatz bei Unternehmenssubventionen ein, schreibt das gewerkschaftsnahe Momentum Institut. Zum Vergleich: Vor Ausbruch der Covid-Pandemie sei nur knapp ein Prozent der heimischen Wirtschaftsleistung als Förderungen an Unternehmen gegangen, so die Denkfabrik.

Spitzenreiter bei Förderungen in der EU
In den Jahren 2020 und 2021 habe sich diese Unterstützung auf 15 bis 16 Milliarden Euro oder rund vier Prozent der Wirtschaftsleistung vervierfacht. Im Schnitt hätten die EU-Länder nur 1,7 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung als Unternehmensförderungen ausgegeben, also nicht einmal die Hälfte. Kein anderes EU-Land habe den Firmen in diesen beiden Jahren so stark unter die Arme gegriffen wie Österreich.

Auch heuer doppelt so hoch wie vor Corona
Heuer dürfte sich die Förderung in Österreich zwar wieder halbieren, würde aber mit 1,9 Prozent des BIP immer noch doppelt so hoch liegen wie vor Corona-Zeiten. Nur Belgien, die Niederlande und Griechenland dürften heuer mehr Geld für ihre Firmen ausgeben als Österreich, aber der EU-Schnitt liegt mit 1,2 Prozent des BIP deutlich darunter, heißt es.

Dank „Überförderung“ zusätzliche Gewinne
„In vielen Unternehmen waren die Subventionen so hoch, dass sie nicht, wie eigentlich gedacht, extreme Verluste abfederten, sondern den Unternehmen zusätzliche Gewinne bescherten. Es kam in vielen Fällen zu einer Überförderung“, kritisiert das Momentum Institut. Dazu kämen noch geplante Unterstützungen für den Umbau der Wirtschaft auf erneuerbare Energieträger.

Auf der Gegenseite seien die Körperschaftssteuer oder der Beitrag zum Familienlastenausgleichsfonds gesenkt worden, was den Beitrag der Firmen zum Staatshaushalt senke. Aus Sicht des Momentum Instituts sollten die Beiträge der Firmen zum Staatshaushalt steigen.

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