1000 kg! 800 PS!

Garagisti & Co. GP1: Teures Weglassen und ein V12

Motor
16.08.2025 08:52
Porträt von krone.at
Von krone.at

Es haben sich in den vergangenen Jahren einige Dinge eingebürgert: Regelsysteme und E-Antriebe machen Sportwagen sauberer und sicherer. Der Purismus analoger PS-Welten kommt dabei unter die Räder. Und: Neue Automarken bringen meist E-Autos. Es gibt allerdings Ausnahmen. In beiden Fällen.

Garagisti & Co., eine neue britische Sportwagenmarke, hat mit dem GP1 ein puristisches Hypercar vorgestellt, das sich bewusst gegen den Trend zu Hybridisierung und Fahrassistenzsystemen stellt. Statt auf digitale Filter setzt der GP1 auf ein analoges Fahrerlebnis.

Herzstück ist ein neu entwickelter, frei saugender 6,6-Liter-V12 von Italtecnica, der 800 PS bei 9000/min leistet und über 700 Newtonmeter Drehmoment bereitstellt. Die Kraft wird über ein manuelles Sechsganggetriebe von Xtrac ausschließlich an die Hinterräder übertragen. Tragende Basis ist ein Kohlefaser-Monocoque, ergänzt durch Motorsport-Komponenten von Zulieferern wie Brembo und Öhlins.

(Bild: Garagisti & Co.)
(Bild: Garagisti & Co.)
(Bild: Garagisti & Co.)

Das Design stammt von Angel Guerra, der zuvor für Bugatti und Rimac tätig war. Die von ihm entworfene Außenhaut zitiert Linienführungen legendärer Supersportwagen der 1980er- bis frühen 2000er-Jahre. Gleichzeitig ist die Formensprache eigenständig und aerodynamisch sinnvoll umgesetzt. Unter anderem bietet der GP1 den bisher größten Diffusor, der bei straßenzugelassenen Fahrzeugen zu finden ist. 

Der Innenraum folgt der Maxime radikaler Schlichtheit: keine großen Bildschirme, keine überflüssigen Bedienelemente. Mit einem Trockengewicht von rund 1000 Kilogramm und einem klaren Fokus auf Performance soll der GP1 gleichermaßen als Tracktool wie als Grand Tourer überzeugen.

(Bild: Garagisti & Co.)
(Bild: Garagisti & Co.)

Die Produktion des GP1 soll auf 25 Exemplare limitiert werden. Jedes Fahrzeug wird in Handarbeit in Großbritannien gefertigt und individuell nach Kundenwunsch konfiguriert. Der Preis liegt bei 2,45 Millionen Pfund zuzüglich Steuern und Transportkosten. Umgerechnet und inklusive österreichischer Mehrwertsteuer wären das rund 3,4 Millionen Euro. Im Fall einer Straßenzulassung zuzüglich NoVA.

Den ersten zwölf Käufern will Garagisti & Co im Rahmen des „Open Doors“-Programms im Rahmen von Entwicklungs-Events Zugang zum Entstehungsprozess ihres Fahrzeugs bieten. Der Marktstart ist nach Abschluss der laufenden Erprobungsphase geplant.

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