Wer sich seinen Vitamin-D-Wert bestimmen lassen will, der muss seit Mai dafür blechen. Das hat die Gesundheitskasse beschlossen, weil sich immer mehr Menschen den Wert ermitteln lassen. Doch das trifft jene mit geringen Einkommen, wie ein Beispiel aus Oberösterreich zeigt.
Wieder Ärger mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK)! „Die Sozial- und Krankenabgabe wird erhöht, die Leistungen der ÖGK sind immer öfter privat zu bezahlen. Soll das die versprochene, bessere Krankenversorgung sein?“, ärgert sich die Mutter (72) eines beeinträchtigen Sohnes (50). Der lebt in einer WG des Diakoniewerkes im Mühlviertel und muss zahlreiche Medikamente einnehmen. Zudem hat er einen niedrigen Vitamin-D-Wert. Dieser muss regelmäßig überprüft werden.
Fast 22 Euro pro Test
Jetzt staunte die Mutter nicht schlecht, als ihr Sohn plötzlich 21,80 Euro dafür zahlen musste. „Er hat ein Taschengeld von 211 Euro, das ist für ihn eine Belastung. Aber mir geht es nicht ums Geld, er ist sicher kein Einzelfall. Es ist frustrierend, dass ausgerechnet bei beeinträchtigten Personen eingespart wird“, so die Mutter.
Es gibt aber Ausnahmen
Die „Krone“ hat bei der ÖGK nachgefragt: „Es stimmt, dass die Kostenübernahme für Vitamin-D-Tests seit 1. Mai nur mehr bei einer entsprechenden medizinischen Indikation erfolgt. Der Grund ist, dass die ÖGK in den letzten Jahren eine massive Zunahme bei den Vitamin-D-Bestimmungen registriert hat, die nicht mit der medizinischen Notwendigkeit für die Krankenbehandlung erklärbar ist.“
Nur zweimal im Jahr
Aber: Die ÖGK trägt für den Fall, dass es eine medizinische Indikation für die Bestimmung gibt, zweimal alle 12 Monate die Kosten. Eine Befreiung für Menschen mit geringen Einkommen ist übrigens gar nicht vorgesehen.
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