Angeblich Selbstmord
Russischer Offizier stirbt nach Schüssen in Brust
Der Offizier Wadim Boyko (44) wurde in seinem Büro in der Marineakademie der russischen Pazifikflotte in der Stadt Wladiwostok durch fünf Schüsse in die Brust getötet. Laut lokalen Medien soll der stellvertretende Direktor Selbstmord begangen haben. Boyko war laut Angaben an Präsident Wladimir Putins Mobilisierungskampagne für den Krieg in der Ukraine beteiligt gewesen.
Zuvor berichteten lokale Medien in der Region Primorje auf ihrem Telegram-Kanal davon, dass Boyko sich durch einen Schuss in die Schläfe das Leben genommen hätte. Das russische Internetportal Baza meldete jedoch, der Offizier habe sich fünfmal in die Brust geschossen. Trotz der Ungereimtheiten habe die Presseabteilung der Pazifikflotte mitgeteilt: Der 44-Jährige habe Suizid begangen.
Wladimir Oschenko, ein lokaler TV-Manager, glaubt ebenfalls, dass Boyko durch Selbstmord gestorben ist: „Wenn Offiziere anfangen, sich selbst zu erschießen, stimmt etwas nicht mit dem Land und dem Staatsdienst.“ Oschenko bestätigte auf Facebook, dass Boykos Selbstmord von der Presseabteilung der Pazifikflotte und den Admiralsberatern des Flottenkommandanten bestätigt worden sei.
Wehrpflichtige hörten fünf Schüsse aus dem Büro
Laut dem exilrussischen Internetportal Meduza sei Boyko für die Arbeit mit neun Wehrpflichtigen verantwortlich gewesen, als Mittwochfrüh in seinem Büro fünf Schüsse zu hören waren. Ein Untergebener rannte in den Raum, um nachzuschauen, und fand die Leiche. Kriminalbeamte fanden am Tatort fünf Patronenhülsen und vier Makarow-Pistolen. Von den Strafverfolgungsbehörden wurde der Tod des Offiziers jedoch noch nicht kommentiert.
Bereits einen Monat zuvor, am 14. Oktober, wurde der Militärkommissar der Stadt Partizansk - ebenfalls in der russischen Region Primorje - tot aufgefunden. Die Polizei ermittelte wegen Mordes und Suizids.
Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden oder von Suizid-Gedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefon-Seelsorge unter der Telefonnummer 142. Weitere Krisentelefone und Notrufnummern finden Sie HIER.







Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.