In Wald gestorben
Putins Top-Propagandist erlitt „Schlaganfall“
Die Liste mysteriöser Todesfälle hochrangiger russischer Persönlichkeiten wird länger. Wie nun bekannt wurde, ist mit Wladimir Sungorkin einer der wichtigsten Propagandisten, der Chefredakteur und Generaldirektor der „Komsomolskaja Prawda“, während einer Reise in den Fernen Osten verstorben. Laut der russischen Nachrichtenagentur TASS sei die Todesursache ein Schlaganfall gewesen. Er wurde 68 Jahre alt.
Sungorkin galt als einer der Top-Propagandisten Russlands - die „Komsomolskaja Prawda“ ist dabei nicht nur die auflagenstärkste des Landes, sie gilt auch als Sprachrohr des Kreml und wird oft als „Lieblingszeitung Putins“ bezeichnet.
Putins Treuhänder bei Präsidentschaftswahl
Wie TASS berichtet, war Sungorkin gerade auf einer Expeditionsreise in einem Dorf namens Mel‘nichnoe, gut 500 Kilometer nördlich von Wladiwostok bei einer Autorallye unterwegs. Sungorkin stand aufgrund seiner Propaganda rund um den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine bereits seit April 2022 auf den Sanktionslisten der EU und anderer westlicher Staaten. Der regierungsnahe Medienmanager war zudem Putins Treuhänder bei der Präsidentschaftswahl 2018.
Schon dritter Todesfall in diesem Monat
Der Tod Sungorkins reiht sich damit ein in die Liste mysteriöser Todesfälle unter Vertretern der russischen Elite - alleine in diesem Monat sind es bereits drei. Erst zu Beginn der Woche wurde etwa bekannt, dass mit Iwan Peschorin der Chef der Russischen Gesellschaft für die Entwicklung des Fernen Ostens verstorben ist - er stürzte Medienberichten zufolge von seiner fahrenden Privatjacht bei Wladiwostok.
Ebenfalls unter seltsamen Umständen starb Anfang September Rawil Maganow, Vorstandsvorsitzender des Öl-Giganten Lukoil: Er soll beim Rauchen aus dem Fenster eines Krankenhauses gestolpert sein. Lukoil hatte sich im März öffentlich für ein Ende des Krieges in der Ukraine ausgesprochen.
















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