Der Song Contest naht und es wird schon an den Outfits gefeilt – Top-Designer Franz Josef Baur weiß, wie man Blicke auf sich zieht. Und welche Looks beim schrillen Liederwettbewerb untergehen.
Beim ESC stehen 35 Acts auf der Bühne. Ein Look muss es hier schaffen, in dieser Dichte sichtbar zu werden und zu bleiben. Das gelingt am ehesten durch Reduktion oder durch volle visuelle Kraft“, ist sich Künstler Franz Josef Baur sicher. Er hat mit seinen Kreationen schon oft genug bewiesen, dass er weiß, wie man den Menschen in Erinnerung bleibt: „Das schwächste Outfit ist nicht das, das polarisiert, sondern das, an das man sich nicht erinnert“, so der Song-Contest-Fan. Er liebe Statement-Looks und vor allem solche, die „nicht den Moment spiegeln, sondern neue Zeiten vorwegnehmen“.
Das sei etwa France Gall schon 1965 gelungen, die sich als Erste traute, im kurzen Kleid aufzutreten. Oder ABBA, die im Jahr 1974 Glamour und Glitzer erst zum Synonym für den Song Contest machten. Positive Beispiele seien auch Conchita Wurst, die durch den Kontrast zwischen Bart und Abendkleid auffiel, oder Loreen, deren Look mit langen Fingernägeln und barfuß punktete: „Mystisch, reduziert, ikonisch.“
Hoppalas gab es in der Geschichte des ESC freilich genug und auch bei der Austragung in Wien von 12. bis 16. Mai werden Peinlichkeiten nicht fehlen. Outfit-Flops, die Baur noch immer schlecht träumen lassen, gab es etwa 2025 bei der Band Remember Monday aus Großbritannien: „Nicht authentisch, ich hatte immer das Gefühl, es ist eine Castingband.“ 2024 rasselte Silia Kasis optisch durch: „Ein bauchfreies Top und Glitzerhose – zu einfach, zu sportlich. Das bleibt nicht im Kopf.“
Trotzdem würden immer wieder Acts beweisen, dass man auch mit „normalem“ Auftreten gewinnen kann, etwa Salvador Sobral oder auch Lena Meyer-Landrut. Denn natürlich geht es nicht nur ums Aussehen, stellt Baur klar: „Es ist ein Zusammenspiel zwischen Song, Inszenierung und Zeitgeist.“
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