Kärnten träumt von den großen olympischen Spielen. Der Nachbar Friaul macht vorerst die kleinen - und entfachte die Flamme in Kärnten.
Olympische Spiele sind gigantisch und teuer. Sie finden nur noch schwer Veranstalter. Die machbare Variante sind Jugendspiele, wie sie von 21. bis 28. Jänner - auch mit Kärntner Mithilfe - beim Nachbarn in Friaul-Julisch-Venetien stattfinden.
Die Nachwuchsspiele gibt es bereits seit 1991, anfangs noch unter dem Namen „Olympische Tage der europäischen Jugend“, ehe sie ab 2000 den heutigen Namen „Europäisches Olympisches Jugendfestival“ erhielten.
Marco Schwarz als großes Vorbild
Das hat zumindest sportlich schon ordentliche Dimensionen bekommen. Es ist durchaus die Weltelite der Nachwuchssportler dabei, und es sind schon etliche spätere Stars daraus hervorgegangen. Kärntens heutiges Ski-Weltcup-Ass Marco Schwarz gewann bei Jugendspielen dreimal Gold.
Die Europäischen Olympischen Jugendspiele machen definitiv Sinn. Ein direkter Zusammenhang von EYOF und traditionellen Olympischen Winterspielen besteht aber nicht. Aber natürlich generiert man positive Erlebnisse und Erinnerungen.
Peter Mennel vom Österreichischen Olympischen Komitee über die Senza Confini-Spiele und die Bewerbung Kärntens für 2034.
1400 Athleten aus 45 Nationen
Die 14- bis 17-Jährigen treten in 14 Sportarten gegeneinander an. Am Start sind über 1400 Athleten aus 45 Nationen, auch die Ukraine ist als Gast der Italiener in allen Disziplinen vertreten. Über 1300 Freiwillige wirken an den Spielen mit. Um keinen Gigantismus aufkommen zu lassen, wird nichts neu gebaut. Nur bestehende Sportstätten werden genutzt. Die Italiener kommen mit einem Budget von sechs Millionen Euro aus. „Dafür wurden von der Region und dem Land 20 Millionen Euro in die Modernisierung von Wettkampfstätten gesteckt, was wieder unserem Tourismus sehr hilft“, freut sich Italiens Olympiachef Maurizio Dunnhofer.
Olympisches Feuer von Rom nach Spittal gebracht
Kärnten wurde sozusagen zum Mithelfen eingeladen. Spittal übernahm auf Bitte der Italiener das Eishockey-Turnier der Mädchen. „Wir sind gerne eingesprungen, können auch 250 Betten zur Verfügung stellen. Wir haben keine Kosten und freuen uns, dass die olympische Flamme bei uns brennt“, so Bürgermeister Gerhard Köfler. Das tut sie tatsächlich. Aus Rom kommend, erreichte die olympische Fackel am Montag Spittal. Sie lodert bis 28. Jänner im Stadtpark.








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