Um die realen Einkommensverluste auszugleichen, steigt aktuell auch die Bereitschaft zum „Pfuschen“ massiv an. In zwei Branchen, die vorrangig Frauen betreffen, sind Rechnungen überhaupt nur noch ein Minderheitenprogramm. Auch am Bau hat die Schattenwirtschaft Hochkonjunktur. Nur die wenigsten können sich - auch wegen der gestiegenen Rohstoffpreise - ihr Eigenheim zur Gänze mit Belegen leisten. Der bekannte Ökonom Friedrich Schneider weiß, welche Anreize die Trendumkehr zurück in die Legalität einleiten würden.
Die Österreicher lassen sich Unterstützung im Haushalt etwas kosten. Im Jahr 2021 gaben sie rund 2,3 Milliarden Euro für Hausarbeit und Kinderbetreuung aus, wie eine Studie des Beraternetzwerks Kreutzer, Fischer & Partner erhob. 2022 sind die Ausgaben weiter gestiegen. Laut einer Berechnung des Linzer Wirtschaftswissenschafters Friedrich Schneider werden heuer rund 256 Millionen Euro für Babysitter, Au-pairs oder Tagesmütter investiert. Noch mehr wird für Haushaltshilfen berappt, insgesamt etwa 800 Millionen Euro.
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