Von fünf Prozent im Jänner auf satte 9,2 Prozent im Juli kletterte die Inflationsrate. Wie hoch sie in den kommenden Monaten noch klettern wird, wird sich erst zeigen. Fakt ist aber: Alles wird teurer, wie die „Tiroler Krone“ schon öfter berichtete. Am Mittwoch rückten Stefan Mair, Gremialobmann des Lebensmittelhandels in der Tiroler Wirtschaftskammer, und sein Stellvertreter, Lorenz Wedl, aus, um über die verschiedenen Einflussfaktoren zu berichten und einen Ausblick auf die weitere Entwicklung zu geben.
Unisono betonten beide, dass „die grundsätzlichen Treiber bei den Kostensteigerungen die während der Corona-Pandemie enorm gestiegenen Preise für Energie, Rohstoffe und die Logistik sind“. Durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine habe sich die Situation verschärft und man sei „von der Pandemie-Krise hin zu einer Kosten-Krise“ gelangt. „Von der Teuerung sind vor allem jene Warengruppen betroffen, deren Produktion und Lieferkette einen hohen Anteil an Energie, Verpackungsmaterialien, Futtermittel, Getreide und pflanzliche Öle beinhalten“, verdeutlichte Wedl.
Die oberste Prämisse ist es, Preissteigerungen bestmöglich abzufedern und die Folgen der Lieferschwierigkeiten so gut wie möglich auszugleichen.
Stefan Mair
Mair hob hervor, dass „sich der Tiroler Lebensmittelhandel seiner Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Grundversorgung bewusst ist“ und bemüht sei, dass „die Produkte leistbar und die Betriebe entlang der Wertschöpfungskette überlebensfähig bleiben“. Bei heimischen Lebensmitteln gelinge dies natürlich besser.
„Rechnen mit weiteren Preissteigerungen“
„Die oberste Prämisse ist es, Preissteigerungen bestmöglich abzufedern und die Folgen der Lieferschwierigkeiten so gut wie möglich auszugleichen“, schildert Mair. Die beiden WK-Funktionäre versicherten, dass man diverse Steigerungen entlang der Lieferkette sogar schlucke, um die Konsumenten so wenig wie möglich zu belasten, und warnten vor Hamsterkäufen, die nur zu weiteren Preissteigerungen führen würden.
Eine verlässliche Prognose über die weitere Entwicklung konnten Mair und Wedl nicht geben. Beide rechnen aber „mit weiteren Preissteigerungen im zweiten Halbjahr“.
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