28.07.2022 12:19 |

Trotz hoher Akzeptanz

Raab: Integration bleibt „Herkulesaufgabe“

Inmitten mehrerer aktueller Krisen ist die Integration von Vertriebenen für Ministerin Susanne Raab (ÖVP) eine besondere Herausforderung. Mit Teuerung und Pandemie befinde sich die Gesellschaft insgesamt schon in einer schwierigen Situation, sagte Raab am Donnerstag am Rande der Europäischen Integrationskonferenz in Wien. Daher sei im Hinblick auf die steigenden Asylzahlen die Integration eine „unglaubliche Herkulesaufgabe“.

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„Wir sehen noch eine sehr, sehr hohe Solidarität, Akzeptanz und Unterstützung“ in der österreichischen Bevölkerung, erklärte Raab mit Blick auf die Vertriebenen aus der Ukraine. Gleichzeitig räumte sie ein, dass das Bereitstellen von privaten Unterkünften „womöglich ein Ablaufdatum hat“. Deshalb setze man vielmehr auf öffentliche Quartiere.

Hohe Qualifikation und Wunsch nach Integration stimmen „optimistisch“
Derzeit sind laut der Integrationsministerin rund 80.000 Vertriebene aus der Ukraine in Österreich registriert. Demnach äußerten etwa 30 Prozent konkret den Wunsch, in den nächsten Wochen in ihr Heimatland zurückzukehren. „Optimistisch“ stimme Raab das hohe Qualifikationsniveau und der „große Wunsch“ der Vertriebenen, sich zu integrieren.

Fünf Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine kamen am Donnerstag in Wien auf Einladung von Raab 25 für Integration zuständige europäische Minister, Staatssekretäre und hochrangige Beamte zusammen, um über Integration zu sprechen. Unter ihnen waren die deutsche Staatsministerin Reem Alabali-Radovan und die griechische Ministerin Sofia Voultepsi. Die Konferenz passiere auch „vor dem Hintergrund stark steigender Asylzahlen aus anderen Regionen“, hieß es aus dem Integrationsministerium.

Krieg erfordert „neue Zugänge, neue Maßnahmen“
Raab hob als österreichische „Best-Practice-Beispiele“ unter anderem die Servicepoints, die Vereinbarung Familie - Beruf und die Integration der Kinder in den Schulen hervor. „Es ist ein Krieg in Europa, es braucht neue Zugänge, neue Maßnahmen“, sagte Raab.

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