Offensiven von Kiew
1000 russische Soldaten in Cherson eingekesselt
Kiew vermeldet in dem fast weitgehend von Moskau unter Kontrolle gebrachten Gebiet Cherson Rückeroberungen. Es sei eine russische Garnison von 1000 Soldaten eingekesselt worden. Laut britischen Geheimdienstes gerät Russland auch weiter südlich unter Druck. „Für die Nachschub-Linien der russischen Kräfte westlich des Flusses (Ingulets, ein Nebenfluss des Dnipro) steigt das Risiko“, teilte das Verteidigungsministerium in einem Geheimdienstbericht mit.
Die ukrainische Armee habe deutlich weniger Verluste zu beklagen als noch vor einigen Wochen, ließ Kiew wissen. Ein Erfolg sei aus dem Gebiet Cherson zu vermelden. Nahe der Siedlung Wyssokopillja seien russische Truppen in eine „taktische Umzingelung“ geraten, so Olexij Arestowytsch der Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj.
Wichtige Antoniwsky-Brücke unter Beschuss
Auch weiter im Süden verstärkt die Ukraine laut britischem Geheimdienst seine Offensive. Russland versuche mit Artillerie-Feuer den Vormarsch entlang des Ingulets aufzuhalten. Der Ukraine seien weitere Angriffe auf die Antoniwsky-Brücke über den Dnipro gelungen. Die Brücke ist von zentraler Bedeutung für die Versorgung russischer Truppen westlich des Flusses. In den vergangenen 48 Stunden habe es schwere Gefechte in der Region gegeben.
In der Region Kirohwrad in der Zentralukraine haben 13 russische Raketen nach Angaben des örtlichen Gouverneurs Andrij Raikowytsch ein militärisches Flugfeld und Schienenwege getroffen. Rettungsdienste seien im Einsatz, teilte er über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. In einem kleinen Viertel der regionalen Hauptstadt Kropywnytskyj sei die Stromversorgung ausgefallen.
Selenskyj dankt USA für „schlagkräftige Waffen“
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj danke indes den USA für die angekündigten neuen Waffenlieferungen. „Extrem wichtig, schlagkräftige Waffen werden die Leben unserer Soldaten retten, die Befreiung unseres Landes vom russischen Aggressor beschleunigen“, twitterte er am Samstag. „Ich schätze die strategische Partnerschaft zwischen unseren Nationen. Gemeinsam zum Sieg!“ Die USA kündigten am Freitag weitere Waffenlieferungen an die Ukraine mit einem Wert von rund 270 Millionen Dollar an.
Waffenlieferungen aus Deutschland verzögern sich
Unterdessen verzögern sich die von der deutschen Bundesregierung zugesagten Waffenlieferungen nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ offenbar deutlich.
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Mehr Zusammengehörigkeitsgefühl in EU durch Krieg?
Wie eine aktuelle market-Umfrage im Auftrag der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik ergab, denken 42 Prozent der Österreicher, dass es durch den Ukraine-Krieg zu einem größeren Zusammengehörigkeitsgefühl in der EU kommen wird. Einen EU-Beitritt der Ukraine würden 23 Prozent der 500 Befragten begrüßen, 51 Prozent lehnen einen solchen jedoch ab, teilte die ÖGfE am Samstag mit.












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