An einem neu angelegten Biotop in Oberlienz (Bezirk Lienz) konnten sich junge Forscher des Lienzer Gymnasiums ein Bild vom Frosch- und Molchvorkommen entlang der Isel machen. Drei Tümpel sollen dafür sorgen, dass sich Amphibien wieder ansiedeln und vermehren.
Welche Amphibien gibt es überhaupt in Osttirol? Welchen Lebensraum benötigen die Tiere? Diesen und weiteren Fragen gingen die Schüler der 4D-Klasse des Lienzer Gymnasiums bei einer Exkursion auf den Grund. Mit Rat und Tat zur Seite stand ihnen dabei Amphibienexpertin Sara Weiß von der Firma Revital.
Am neu angelegten Amphibientümpel am Iseltrail in Oberlienz erfuhren die jungen Forscher, dass alle in Tirol vorkommenden Arten gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht sind. Mit einem neuen Projekt entlang der Isel will man die Population fördern.
Früher, als die Isel noch nicht reguliert war und öfter über die Ufer getreten ist, sind solche Tümpel immer wieder von Natur aus entstanden.
Amphibien-Expertin Sara Weiß
Gemeinschaftsprojekt für Erhalt der Populationen
Für gut 30.000 Euro legte der Tourismusverband Osttirol (TVBO) das Biotop an, stets unterstützt von Experten der Firma Revital, dem Regionsmanagement Osttirol und dem Baubezirksamt. „Früher, als die Isel noch nicht reguliert war und öfter über die Ufer getreten ist, sind solche Tümpel immer wieder von Natur aus entstanden“, erklärt Weiß. Heute müsse man nachhelfen und Feuchtgebiete mit Tümpeln – drei sind es in Oberlienz – errichten.
Bereits erste kleinere Erfolge zu verzeichnen
An der Isel siedelten sich bereits Bergmolche, Grasfrösche oder Erdkröten an. „Diese Biotope wurden auch gebaut, um die Gelbbauch-Unke wieder bei uns heimisch zu machen“, weiß etwa Lion. Diese Tiere sind vom Aussterben bedroht. Und seine Klassenkollegin Sophie ergänzt: „Ein Tümpel ist kälter, was vor allem Erdkröten zum Laichen gefällt.“ Um für die Amphibien weitere Deckungsmöglichkeiten zu schaffen, halfen die Schülerinnen und Schüler mit und pflanzten rund um die Teiche Sträucher.
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