Bis zu 10 Jahre Haft

Tod von Kleinkind in Osttirol: Eltern und Arzt vor Gericht

Tirol
01.07.2011 10:58
Nach dem Tod eines Kleinkindes in Osttirol müssen sich am Dienstag die Eltern des Buben und der behandelnde Arzt wegen des Vorwurfs des Quälens und der Vernachlässigung mit Todesfolge am Innsbrucker Landesgericht verantworten. Die Eltern werden unter anderem beschuldigt, trotz der schweren Vorerkrankung des Buben die Verabreichung notwendiger Medikamente abgelehnt und nicht für die ausreichende Ernährung des Kindes gesorgt zu haben.

Dem Mediziner werde laut Anklagebehörde angelastet, "nicht den Regeln der ärztlichen Kunst entsprechend behandelt" zu haben. Den drei Angeklagten drohen bis zu zehn Jahre Haft. Im Zuge der Verhandlung muss sich der Arzt wegen einer weiteren angeblichen Fehlbehandlung eines Kindes verantworten. 

Er soll es trotz einer hochfiebrigen Erkrankung "nicht entsprechend behandelt und den Selbstheilungskräften überlassen" haben. Dies habe nach Angaben der Staatsanwaltschaft "zu einem lebensbedrohlichen Zustand geführt".

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