Kugel um einen Euro

Eis-Spezialist lässt die Teuerung komplett kalt

Salzburg
01.05.2022 11:30
Horrend gestiegene Energiepreise, immer saftigere Wirtshaus-Speisekarten und eine Inflation, die bei 7,2 Prozent liegt: Ganz Österreich stöhnt hörbar unter der Teuerung auf. Einen Mini-Lichtblick bietet dafür Salzburgs älteste Eisdiele. Jede Kugel kostet weiterhin nur einen Euro.

Manfred Dalus strahlt mit seinen Eiskugeln förmlich um die Wette. Beim Thema Inflation kann der Eisgrotten-Besitzer in der Hauptfiliale in der Getreidegasse 40 nur lachen. Nicht, weil er sie nicht ernst nehmen würde. Sondern weil sie den Preisen nichts anhaben kann. „Milch und Zucker sind immer noch in etwa so teuer wie beim EU-Beitritt. Beim Bindemittel Johannisbrotkernmehl etwa ist der Kilopreis von 12 auf 16 Euro gestiegen. Aber aus einem Kilo lassen sich 200 Liter Eis machen. Das spürt man also nicht“, sagt der 64-Jährige.

Kalt kann den umtriebigen Eis-Spezialisten die Teuerung auch lassen, weil die Räumlichkeiten in der beliebten Einkaufsstraße seit 1958 im Familienbesitz sind, dort große Mengen gelagert werden können, keine Pacht zu zahlen ist. So zeigt Dalus der „Krone“ etwa einen Gefrierschrank eigens für Erdbeeren.

Ein weiteres Betriebsgeheimnis: Dalus lässt von seinem Eismeister die Grundmasse täglich mehrmals anrühren. Das sei ein großer Kostenvorteil. „Andernorts werden für den Sack mit der Grundmasse je Kilo schon 18 Euro gezahlt – wir stellen sie selbst für 80 Cent her!“

80 mögliche Sorten und ein Favorit namens Mozart
So ist es Dalus möglich, den Preisen treu zu bleiben. „Jede Kugel gibt es um einen Euro – ich habe nicht vor, das heuer zu ändern.“

80 verschiedene Sorten können in der Eisgrotte unkompliziert und rasch hergestellt werden. Stets 16 landen täglich in der Vitrine. Am besten verkauft sich „Mozart“. Bei Touristen wie Salzburgern gleichermaßen.

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