08.04.2022 12:06 |

Kostenexplosion

Plus 250 Prozent für Importe aus Russland gezahlt

Getrieben auch von massiv gestiegenen Energiepreisen, hat sich der Wert der österreichischen Importe im Jänner im Vergleich zum Vorjahresmonat um ein Drittel erhöht. Besonders auffällig war dies bei den Importen aus Russland, für die Österreich um 247,5 Prozent mehr an das inzwischen kriegsführende Land überwies als im Jänner 2021. Das waren in Summe 880 Millionen Euro.

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„Vor Ausbruch des Krieges in der Ukraine hat Österreichs Außenhandel zu Jahresbeginn 2022 seinen Wachstumskurs im Vergleich zum Jänner 2021 fortgesetzt. Getragen wurde die Entwicklung unter anderem von starken wertmäßigen Anstiegen bei Brennstoffen und Energie mit plus 165,3 Prozent im Import und plus 109 Prozent im Export“, so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Handelsbilanz mit Negativ-Differenz
Der Wert der Importe insgesamt lag im Jänner bei 15,29 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Exporte erhöhten sich im Vergleich zu Jänner 2021 um 21,3 Prozent auf 13,58 Milliarden Euro. Die Handelsbilanz wies damit ein Passivum in Höhe von 1,71 Milliarden Euro auf.

Wichtigster Handelspartner für Österreich ist nach wie vor die EU. In den EU-Raum lieferte Österreich Güter im Wert von 9,22 Milliarden Euro - gegenüber dem Jänner des Vorjahres war das ein Plus von 17,7 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Importe aus den anderen Mitgliedsländern der Union um 22 Prozent auf 9,43 Milliarden Euro an. Unter dem Strich steht somit ein Defizit von 0,2 Milliarden Euro.

Starke Zunahme bei Drittstaaten-Importen
Die Importe aus Drittstaaten erreichten heuer im Jänner 5,86 Milliarden Euro (plus 52,2 Prozent). Die Exporte in Länder außerhalb der EU stiegen um 29,4 Prozent auf 4,35 Milliarden Euro an. Daraus ergibt sich ein Passivum von 1,51 Milliarden Euro.

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