16.03.2022 07:00 |

Blackout-Info

Kärntner bereiten sich auf den Tag X vor

Mit einer großen Informationskampagne will die Landesregierung nicht nur über einen möglichen Blackout informieren, sondern den Menschen auch die Ängste vor diesem Szenario nehmen.

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Experten warnen ja schon seit Jahren vor einem Blackout. Ein flächenmäßig großer Stromausfall, der die ganze Infrastruktur von einer Sekunde auf die andere lahm legt. Um die Bevölkerung darauf richtig vorzubereiten, startet das Land Kärnten gemeinsam mit dem Zivilschutzverband eine große Informationskampagne. „Es geht nicht um Alarmismus oder Panikmache“, erklärt Landeshauptmann Peter Kaiser. Vielmehr stünden im Rahmen der Kampagne „Tag X. Wenn der Blackout kommt“ eine sachliche Information, die Sensibilisierung der Menschen und die richtige Vorbereitung im Fokus.

„Wir wollen der Bevölkerung einfach einen Denkanstoß geben“, ergänzt Katastrophenschutzreferent Daniel Fellner. Denn mit einem geringen finanziellen Aufwand könne man sich gegen einen Blackout gut rüsten. „Es muss gar nicht ein großes Notstromaggregat sein“, sagt Fellner: „Es reichen der richtige Vorrat und die passende Vorbereitung in der Familie.“

100 Leuchttürme

gibt es bereits in ganz Kärnten. Diese Anlaufstellen sind in öffentlichen Einrichtungen zu finden und sollen die Bevölkerung mit Strom versorgen.

Bereits 2009 übte das Land gemeinsam mit allen Einsatzorganisationen den Ernstfall. „Seit damals setzen sich Arbeitsgruppen und Fachleute mit einem Blackout in Kärnten intensiv auseinander“, erklärt Kaiser.

Genau das passiert auch bei der Kelag. Denn der Energieversorger verfügt über eine besondere Maschine, die für das Hochfahren des Stromnetzes notwendig ist. „In der Kraftwerksgruppe Fragant haben wir eine schwarzstartfähige Maschine, die zunächst den Eigenbedarf des Kraftwerkes deckt“, erklärt Christian Tengg, Leiter der Kraftwerksgruppe. Mit der kleinen Wasserturbine können dann die großen Generatoren gestartet werden. „Damit können unsere Kraftwerke innerhalb eines Tages große Teile Kärntens wieder mit Strom versorgen“, sagt Tengg. Und so soll von Westen her das Kärntner Stromnetz wieder reaktiviert werden.

 Kärntner Krone
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