Do, 20. September 2018

"Angelegenheit ernst"

30.05.2011 09:44

Japan verlangt von Sony besseren Datenschutz

Die japanische Regierung hat vom Elektronikkonzern Sony mehr Anstrengungen im Datenschutz eingefordert. Angesichts der massiven Hackerangriffe in den vergangenen Wochen müsse Sony die Verwaltung und den Schutz wichtiger Informationen verbessern, erklärte das Industrieministerium am Freitag in Tokio. Japan hatte den Neustart des Sony-Netzwerks zuvor zwei Wochen lang blockiert.

Die zwischenzeitliche Meldung, auch in Japan, Hongkong und Südkorea seien die Netzwerke wieder erreichbar, ist offenbar nicht korrekt. Japan hat nach dem massiven Hackerangriff den Neustart, der im Rest der Welt vor zwei Wochen abgeschlossen war, blockiert. Sony sei nicht in der Lage, die Daten der Nutzer ausreichend zu schützen, so die Regierung des Landes.

Das japanische Industrieministerium ist skeptisch: In Anbetracht der betroffenen Daten und der Größe des Datenlecks handle es sich "um eine ernste Angelegenheit". Dass Sony den massiven Datendiebstahl sowohl den Kunden als auch dem Ministerium erst mit Verzögerung gemeldet habe, sei "sehr bedauerlich".

Seit Wochen massive Angriffe auf Sony
Hacker hatten Mitte April das Online-Netzwerk der Spielkonsole Playstation, den Musik- und Filmdienst Qriocity und das Onlinespiele-Netzwerk Sony Online Entertainment (SOE) geknackt und sensible Daten gestohlen. Laut Sony waren rund 100 Millionen Kunden betroffen. Die Cyberangriffe ereigneten sich zwischen dem 16. und 19. April, Sony meldete sie aber erst am 26. April. Die verspätete Reaktion des Unternehmens stieß weltweit auf Kritik. Auch in den vergangenen Tagen war Sony Ziel erfolgreicher Hackerangriffe geworden.

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