Nach dem Theater rund um die Nachfolge von Peter Schröcksnadel hoffte man in Ski-Österreich auf deutlich ruhigere Zeiten. Doch die sind schon wieder vorbei. Zumindest vorerst. Obwohl der Nationencup wieder zurückerobert wird, sind beide Cheftrainer weg. Patrick Riml könnte nun das Herren-Team übernehmen.
Sesseltanz, manche nennen es auch „Reise nach Jerusalem“ - ein beliebtes Spiel auf Kinderpartys. Stark vereinfacht könnte man die aktuellen Personalrochaden im Österreichischen Skiverband (ÖSV) mit eben diesem Sesseltanz vergleichen. Viele Personen suchen ihren Platz, einige könnten übrig bleiben, am Ende ohne Sessel dastehen. Fakt ist, dass nach Damen-Chef Christian Mitter (könnte zu Mikaela Shiffrin wechseln) nun auch Herren-Boss Andreas Puelacher nicht mehr mittanzen will. Nach acht Jahren abtritt. Morgen wird sich Puelacher mit Herbert Mandl, dem neuen Sportlichen Leiter Alpin, treffen - dabei wird man ausloten, ob Puelacher dem Verband in anderer Position erhalten bleibt.
Auch wenn alle Seiten nach außen hin Gewitterwolken bestreiten, nur von „harten Diskussionen“ sprechen. Aber: Nach dem Schröcksi-Abtritt scheint man im ÖSV nach wie vor auf der Suche nach einer neuen Hierarchie zu sein. Die Dreierspitze Roswitha Stadlober/Patrick Ortlieb/Christian Scherer will an dieser in den kommenden Wochen feilen. Mit Mandl, Patrick Riml (neuer Herren-Chef?), Sportdirektor Toni Giger. Und einem Damen-Coach, den es noch zu finden gilt. Man könnte die Rochaden aber natürlich auch ganz harmlos einfach als Neuorientierung nach einer Olympia-Saison auslegen.
Zweikampf um Kristall
Apropos bewölkt: So war’s gestern leider auch bei der Abfahrt von Matthias Mayer in Kvitfjell. Der Kärntner hatte Pech mit der Sicht, wurde nur Elfter. „Die Kugel kann ich leider abschreiben“, meinte „Mothl“ über die Lage im Abfahrts-Weltcup. Mathematisch ist’s natürlich noch möglich, aber beim Finale in Courchevel machen sich wohl Aleksander Aamodt Kilde und Beat Feuz die Kristallkugel untereinander aus.
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