Obwohl viele Ischler Dienstag früh an einen Faschingsscherz dachten, als sie in der „Krone“ lasen, dass im Sportausschuss über einen Kinder-Skilift auf der Rettenbachalm diskutiert wurde, ist die Angelegenheit offenbar ernst. Sonst würde Klima-Landesrat Stefan Kaineder das Projekt in Teilen nicht befürworten.
Typisch Bad Ischl! Die größte Sorge bestand bei der dortigen Stadtpolitik gestern wieder einmal darin, wer der „OÖ-Krone“ erzählt haben könnte, dass über einen Kinder-Skilift diskutiert wurde. Anstatt in die Offensive zu gehen und zu sagen: Ja, wir wollen das im Sinne unserer Kinder realisieren! Denn von Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) gab es nicht, wie etwa beim Projekt im Engelhartszeller Ortsteil Stadl, bereits vorab eine Absage. Was dieser so begründet: „In Bad Ischl hat man in einem Ausschuss beraten, ob man Familien im Ort mit einem Kinder- oder Babylift die Möglichkeit bietet, mit ihren Kindern erste Schwünge zu üben. Ohne Beschneiungsanlage, ohne befestigte bauliche Anlagen, letztlich ohne Eingriff in die Natur. Man diskutiert sogar über die Einführung eines Shuttlebusses, um auf weitere Parkplätze zu verzichten und den Familien eine klimaneutrale Anreise zu ermöglichen. Wenn man die Anlage in Engelhartszell so umsetzen würde wie es in der Kaiserstadt angedacht ist, wäre das sicher ein gutes Angebot für die Familien und Kinder der Region.“
Breitere Straße und Strom notwendig
Was bleibt, sind dennoch Fragezeichen. Denn auch, wenn Kaineder den Vorstoß seiner Parteikollegen unterstützt, scheinen die Pläne alles andere als „grün“. So bräuchte es für den klimaneutralen Shuttlebus vermutlich eine Adaptierung der bisher einspurigen Forststraße und für den Lift wohl Strom. Den erhalten die Alm-Gasthäuser bisher von Diesel-Aggregaten.









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.