Ischler Rettenbachalm

Grüne wollen einen Skilift mitten im Naturidyll

Was da wohl Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) dazu sagen wird? Vergangene Woche sprach dieser einem Privatmann, der in Stadl bei Engelhartszell ein Kinder-Skiland auf 700 Meter Seehöhe realisieren möchte, jeglichen Hausverstand ab. Jetzt gibt’s eine ähnliche Forderung in Bad Ischl für die Rettenbachalm. Von den Grünen!

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Das rund 200 Hektar große Gebiet soll jagdlich sehr interessant sein, schon Kaiser Franz Joseph hatte einst dort ein Jagdhaus... Heute ist die Rettenbachalm nicht nur für Ischler ein beliebtes Ausflugsziel und Naherholungsgebiet der Kaiserstadt im Salzkammergut. Aktuell bewirtschaften dort zehn Rinderbauern an die 56 Hektar Weidefläche. Zwei Gaststätten bieten eine Einkehrmöglichkeit für Wanderer. Klingt beschaulich, ist es auch. Bis jetzt! Denn geht es nach der Stadtpolitik, könnte bald Schluss sein mit Ruhe und Beschaulichkeit. So wurde im kürzlich von der zuständigen SP-Stadträtin Marija Gavric abgehaltenen Sportausschuss darüber diskutiert, das Gebiet über die bisher existierende Langlaufloipe hinausgehend für Sportanlagen zu öffnen.

Wie wird wohl Landesrat reagieren?
Von Franz Müllegger (Grüne) wurde die Forderung eingebracht, einen Kinder-Skilift auf 640 Metern Seehöhe zu errichten und einen Shuttlebus für die rund sieben Kilometer lange Forststraße zu schaffen; nötige Adaptierungen für letztere inbegriffen. Während die Bürgerliste „Zukunft Ischl“ den Plänen eine klare Absage erteilt, will Stadträtin Gavric die Rahmenbedingungen und Haftungsfragen klären und mit der Jägerschaft sprechen. Wie wohl Landesrat Stefan Kaineder auf den Vorstoß seines Parteikollegen reagieren wird? In Stadl hatte er Pläne eines Privaten, der auf eigene (!) Kosten ein Kinder-Skiland realisieren will, kürzlich abgelehnt.

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