02.02.2022 10:15 |

Pilotprojekt

Schweiz will Autobahnen mit Solarzellen überdachen

Der Ausbau erneuerbarer Energieträger, wie zum Beispiel Photovoltaikanlagen und Windkraftwerke, gilt als essenziell, um die Klimaziele zu erreichen. Allein an den dafür benötigten Flächen fehlt es zumeist. Eine Lösung für dieses Problem könnte man nun in der Schweiz gefunden haben. Dort erwägt man, Autobahnen mit Solaranlagen zu überdachen - und damit die ohnehin bereits verbauten Flächen optimal zu nutzen.

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Entsprechende Pläne zur Überdachung der Schweizer Autobahnen lasse Energieministerin Simonetta Sommaruga derzeit vom Bundesamt für Straßen prüfen, berichtete die „Neue Zürcher Zeitung“. Demnach wären potenziell 1300 der insgesamt 1500 Kilometer Autobahnnetz für die Solar-Überdachung geeignet, weil sie nicht durch Tunnel verliefen.

Den Plänen zufolge sollen die geeigneten Abschnitte für die Nutzung durch Photovoltaikanlagen ausgeschrieben und verpachtet werden, die Nutzung der Flächen selbst soll für die Pächter jedoch kostenlos sein. Geprüft werden soll dem Bericht nach zudem, ob sich auch Lärmschutzwände mit Solarzellen versehen ließen.

Pilotprojekt im Kanton Wallis
Ein entsprechendes Pilotprojekt soll Anfang 2023 im Kanton Wallis starten. In der Gemeinde Fully will das Unternehmen EnergyPier einen 1,6 Kilometer langen Autobahnabschnitt mit - je nach Größe - zwischen rund 36.500 und 47.000 Solarpaneelen überdachen. In Kombination mit bis zu 508 zusätzlichen Windturbinen könnten sie jährlich 50 Gigawattstunden Strom erzeugen - genug, um dem Unternehmen nach 12.500 Haushalte zu versorgen.

Weitere Vorteile durch Überdachung
Laut EnergyPier ergäben sich zudem weitere Vorteile: Die Überdachungen könnten zugleich als Kabeltrassen genutzt werden, Regenwasser auffangen und sammeln sowie Wind und Schnee von der Fahrbahn abhalten, was sich einerseits positiv auf die Aerodynamik der Fahrzeuge und somit deren Sprit- bzw. Energieverbauch auswirke und andererseits die Anzahl der Winterräumungsdienste verringere.

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