Die Tiroler Gemeinderatswahlen gehen zwar erst am 27. Februar über die Bühne, Tirols SPÖ-Chef Georg Dornauer darf sich aber bereits jetzt freuen: Er wird Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Sellrain im Bezirk Innsbruck-Land bleiben. Der Grund: Er hat keinen Gegenkandidaten - dies ist mit dem Ende der Einreichfrist für Wahlvorschläge am Freitag um 17 Uhr amtlich, teilte Dornauers Landespartei mit.
Nur die ÖVP habe eine weitere Liste zu den Gemeinderatswahlen eingereicht, verzichte allerdings auf einen Bürgermeisterkandidaten in der 1400 Seelen-Gemeinde. Die Tiroler SPÖ sah die ausgebliebenen Gegenkandidaturen naturgemäß der Persönlichkeit ihres Vorsitzenden geschuldet und ortete darin eine Bestätigung von dessen Arbeit. „Die Persönlichkeit Dornauer ist über die Parteigrenzen hinweg anerkannt. Wo man Dornauer kennt, wählt man ihn“, meinte Landesgeschäftsführer Lukas Matt.
Im kommenden Jahr steht der 38-Jährige dann vor einem landespolitischen Elchtest: der Landtagswahl, seiner ersten als roter Spitzenkandidat. Zuvor muss sich Dornauer im heurigen Mai aber bei einem Landesparteitag der Wiederwahl als Tiroler SPÖ-Chef stellen.
Auch ÖVP-Klubobmann Jakob Wolf bleibt Ortschef
Dieselbe angenehme Situation wie Dornauer findet übrigens Tirols ÖVP-Klubobmann Jakob Wolf vor: Auch er muss sich in der Ötztaler Gemeinde Umhausen mit keinem Gegenkandidaten auseinandersetzen, wird Bürgermeister bleiben und kann damit seine bereits fünfte Amtsperiode in Angriff nehmen, teilte die Landes-ÖVP der APA mit. Wolf ist bereits seit 1998 Ortschef von Umhausen. Es ist das erste Mal, dass das Polit-Urgestein ohne Gegenkandidaten in seiner Heimatgemeinde bleibt. In Umhausen kandidiert neben jener Wolfs noch eine weitere Liste.
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