05.01.2022 17:30 |

Nach Gasteiner Eklat

Tresterer verzichten auf ihren großen Lauf

Die Corona-Pandemie hat das Brauchtum weiter fest im Griff. In Bad Gastein liefen die Perchten trotz fehlender behördlicher Genehmigung durch den Ort. Einen weiteren Lauf sagte man nun aber doch ab – und viele weitere Perchtengruppen ziehen jetzt nach. Die Stuhlfeldener Tresterer hoffen auf bessere Zeiten im Jahr 2023. . .
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„Die Rahmenbedingungen passen einfach nicht.“ Schweren Herzens muss Stefan Wallner kurzfristig den Lauf seiner Stuhlfeldener Tresterer-Perchten absagen. Geplant wäre er für den Dreikönigstag gewesen. „Ein Corona-Konzept, ein Genehmigungsverfahren bei der Bezirkshauptmannschaft – das ist zu umständlich für uns“, sagt der Tresterer-Obmann. Und: „Die Sache in Bad Gastein trägt zusätzlich zu unserem Entschluss bei.“

Wie berichtet, zogen am Sonntag die Perchten durch Bad Gastein. Eine behördliche Genehmigung dafür gab es aber nicht. „Ich nehme das auf meine Kappe. Wir wussten, dass wir uns in einem Graubereich bewegen“, sagt Perchten-Obmann Andreas Mühlberger. Die Bezirkshauptmannschaft hat ein Verfahren eingeleitet, eine Strafzahlung im vierstelligen Bereich droht. Mühlberger hält jedoch fest: „Alle unser 165 Perchten waren geimpft oder genesen – hatten zusätzlich einen PCR-Test.“

Den für Donnerstag geplanten Perchtenlauf in Bad Hofgastein hat man nun auf 2023 verschoben. Es ist eine von vielen Absagen: Etliche Glöcklerläufe finden auch heuer coronabedingt nicht statt. Abgesagt ist auch das Sternsingen der Trachtenmusik Thalgau.

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