20.12.2021 09:02 |

Bund in der Kritik

Landesrat vermisst Fortschritte bei Pflegereform

Viele Ankündigungen aber wenig Taten ortet Landesrat Leo Schneemann (SPÖ) bei der Bundesregierung, wenn es um die Reform des Pflegesystems geht. Er fordert, dass hier endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Das Burgenland habe seine Hausaufgaben bereits gemacht und könne als Modell für ganz Österreich dienen.

Auf Bundesebene habe es hingegen außer medialen Ankündigungen keine Fortschritte gegeben. Ganz im Gegenteil: Die für den Herbst angekündigte Pflegereform sei defacto gescheitert. In den diversen Meetings - an denen auch der zuständige Bundesminister Wolfgang Mückstein (Grüne) teilgenommen habe - sei außer Versprechen bisher nichts passiert.

Behandelt worden sei nur die Weichenstellung für Community Nurses in Gemeinden, der Umstieg von Arbeitslosen in den Pflegeberuf und diverse Ausbildungsalternativen. „Die Frage der Finanzierung aber auch wie man den Pflegeberuf attraktiver gestalten kann, ist der Bundesregierung aber völlig unklar“, kritisiert Schneemann.

Anstellungsmodell als Vorbild
Das Burgenland sei hingegen Vorreiter mit dem Anstellungsmodell für pflegende Angehörige. Auch Pflegeeltern sollen künftig davon profitieren. „Trotz Zeiten von Budgeteinsparungen hat sich das Land Burgenland bewusst dazu entschieden, in die Versorgung von Kindern und Jugendlichen zu investieren und das erfolgreiche Anstellungsmodell auf Pflegeeltern auszuweiten“, sagt der Landesrat.

Zitat Icon

Ich fordere die Bundesregierung auf, Ankündigungen in die Tat umzusetzen und die Pflegereform nicht jährlich zu verschieben

Landesrat Leo Schneemann

Das burgenländische System wäre geeignet, auf ganz Österreich ausgerollt zu werden, so Schneemann: „Meine Hand ist jedenfalls zur Zusammenarbeit ausgestreckt.“ 

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