01.01.2022 07:00 |

Gute Vorsätze

Zehn Tipps, wie das Jahr 2022 nachhaltiger wird

Mehr Sport, weniger Süßigkeiten, Abnehmen oder der Verzicht auf Zigaretten oder Alkohol zählen zu den Klassikern unter den Neujahrsvorsätzen - die meist schnell wieder über Bord geworfen werden. Warum starten Sie heuer nicht mit der Intention ins neue Jahr, Ihren Alltag nachhaltiger zu gestalten und so auch die Umwelt zu schützen?

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Mit diesen zehn Tipps des Österreichischen Umweltzeichens kann man das neue Jahr nachhaltiger gestalten:

1. Auf Ökostrom umsteigen
„Grüner Strom“ wird aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Biomasse oder Erdwärme hergestellt. Der Strom, der üblicherweise aus der Steckdose kommt, wird aber auch aus fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdöl oder Erdgas erzeugt - Ressourcen, die nur begrenzt verfügbar sind und deren Verbrennung für das Klima schädlich ist. Der Wechsel ist einfacher als man denkt und direkt beim ausgewählten Stromanbieter möglich. 

2. Finanzen grün managen
Mit nachhaltigen Spar- und Girokonten oder Fonds, die mit dem Umweltzeichen ausgezeichnet sind, hat man seine Geldgeschäfte verantwortungsbewusst im Griff. Denn mit dem Geld am Bankkonto werden öko-soziale Projekte finanziert. Wer sein Geld grün veranlagt, kann Gewinne aus Investitionen in nachhaltige Bereiche erzielen. Nur bei Umweltzeichen-zertifizierten Fonds sind Investments in fossile Energien, Gentechnik, Atomkraft oder Rüstung mit Sicherheit ausgeschlossen. 

3. Trainingsplan für weniger Autofahrten
Wer mit dem eigenen Auto unterwegs ist, sorgt durch die Verbrennung von Benzin oder Diesel unweigerlich für hohe CO2-Emissionen. Ein konkreter Trainingsplan mit kürzeren Wegstrecken, die regelmäßig zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, ist nicht nur für das Klima, sondern auch für die eigene Gesundheit gut. Ein Lastenrad kann zudem Transporte mit dem Auto ersetzen. 

4. Öffis nutzen
Mit dem Klimaticket gibt es seit kurzem eine Jahreskarte für alle öffentlichen Verkehrsmittel in ganz Österreich. Auch regionale Klimatickets für einzelne oder mehrere Bundesländer sind erhältlich. Jeder leistet einen Beitrag für die Umwelt, indem er/sie sich für Bus oder Bahn anstelle des Autos entscheidet. Und: Immer mehr Regionen setzen auf einen sanften Tourismus und unterstützen die Gäste dabei, vor Ort klimaschonend mobil zu sein - zum Beispiel mit E-Bikes.

5. Grün übernachten
Auch bei der Wahl des Hotels hat man es in der Hand, auf unseren Planeten zu achten, ohne dabei auf Komfort verzichten zu müssen. Vom modernen Stadthotel bis zur luxuriösen Herberge in idyllischen Berglandschaften - unter den Umweltzeichen-Hotels findet man die individuell passende Unterkunft, die mit unser aller Ressourcen wie Wasser, Energie und Lebensmitteln achtsam umgeht.

6. Fokus auf Naherlebnisse
Das Gute liegt oft so nah - wozu also in die Ferne schweifen, wenn es hierzulande viele Reiseangebote gibt, die einen abwechslungsreichen Urlaub versprechen. Das spart zudem eine Menge Reisekilometer und somit Ressourcen und CO2 ein. Mittlerweile gibt es immer mehr Reiseanbieter, die Tagesausflüge oder Pauschalreisen im Einklang mit der Natur und den Menschen in der Umgebung zusammenstellen. Alternativ erkundet man auf eigene Faust beim Wandern oder Radfahren unberührte Gegenden und die vielseitigen Facetten, die das eigene Land zu bieten hat.

7. Plastikfrei einkaufen
Für die Umwelt lohnt es sich, die Konsumgewohnheiten zu hinterfragen und bewusst darauf zu achten, was im Einkaufswagen landet. Muss es wirklich das Getränk in der Einwegplastikflasche sein? Mit Mehrwegflaschen, die wieder befüllt werden, können ganze Müllberge an Plastik eingespart werden. Auch vorportionierte und verpackte Lebensmittel sind für Unmengen an Abfall verantwortlich. Wer selber frisch kocht und regionale, saisonale Produkte verwendet, die nur kurze Transportwege hinter sich haben, lässt die Umwelt aufatmen.

8. Umweltbewusst heizen
In den kalten Wintermonaten kann ganz einfach Energie gespart werden, indem man simple Tipps beachtet: Kurzes Stoßlüften ist effizienter als die Fenster ständig gekippt zu lassen. Wer Heizkörper in den eigenen vier Wänden hat, sollte sie nicht mit Möbeln zustellen oder mit Vorhängen verdecken, um einen Wärmestau zu verhindern. Außerdem ist es ratsam, Fenster und Türen sorgfältig abzudichten, damit die Wärme im Raum gehalten wird.

9. Ohne Chemie gärtnern
Es dauert nicht lange, bis die nächste Gartensaison beginnt. Der Umwelt zuliebe ist nichts leichter, als beim Düngen und bei der Pflege der Pflanzen auf Pestizide und chemisch-synthetische Mittel zu verzichten. Es gibt ökologische Alternativen, die auf organischer Basis hergestellt sind und zum Beispiel Mikroorganismen oder Nützlinge enthalten. Diese schützen auch die verschiedenen Tierarten wie Käfer, Bienen oder Vögel, die sich rund um die Pflanzen tummeln.

10. In Kreisläufen denken
Viel zu schnell landet etwas im Müll, ohne dass wir uns Gedanken darüber machen, ob und wie man es weiterverwenden könnte. Oft ist Upcycling eine Option oder man verschenkt Gebrauchtes. In den sozialen Medien gibt es dazu Flohmarkt-Gruppen, in denen man sich mit Menschen in der Umgebung zusammenschließen und Gebrauchtes weitergeben kann. Auch lokale Secondhand-Shops oder soziale Einrichtungen nehmen gut erhaltene Sachspenden dankbar an.

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