Nach dem Sieg gegen den LASK kommt Fußball-Bundesligist Hartberg am Samstag mit ein wenig einer breiteren Brust zum Hammer-Gegner nach Salzburg. Wenn einer an vorderster Front den Bullen wehtun kann, dann wohl Dario Tadic, zuletzt Doppel-Torschütze der Oststeirer. Der Torjäger ist heuer oft im Wechselbad der Gefühle - einmal Buhmann, einmal gefeierter Held. Und am Samstag?
Seine Bilanz liest sich bärenstark: zwölf Tore in 16 Einsätzen. Das kann man schon so stehenlassen. Und doch hat man diese Saison oft den Eindruck: Hartberg-Torjäger Dario Tadic ist der Mann mit zwei Gesichtern. Ein bisschen so wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde.
Einmal ist er der Buhmann, weil es nicht so läuft, er Chancen vergibt oder nicht die Bälle bekommt, die er so dringend braucht. Dann ist er wieder der umjubelte Held - wie zuletzt nach seinem Doppelpack gegen den LASK. „Das ist das Los des Torjägers“, lässt Tadic allerdings fast alles an sich abprallen. „Ich bin mittlerweile auch schon 31 Jahre alt, fange nicht sofort zu grübeln an, wenn ich kein Tor schieße oder wenn Kritik von außen kommt.“
Zwar nimmt „Tazzo“ öffentliche Kritik wahr, sie lässt ihn aber kalt. „Die, die schimpfen, sind auch oft die ersten Schulterklopfer. Ich bin das schon gewohnt. Ich konzentriere mich lieber aufs Spielen. Je weniger ich über irgendwelche Kommentare nachdenke, desto besser läuft es.“ Tadic sagt aber auch: „Für mich waren die zwei Tore gegen den LASK eine gewisse Genugtuung. Und gleichzeitig ist viel Last abgefallen, ich habe vier Spiele davor nicht getroffen. Und als Stürmer werde ich immerhin an Toren gemessen, das ist mein Job. Die Tore waren sicher eine Erleichterung.“ Jedenfalls zeigt es: Einen Dario Tadic darf man niemals abschreiben.
Hoffen auf Mini-Chance
Auch am Samstag auswärts gegen die Übermacht aus Salzburg nicht? „Salzburg ist momentan nicht ganz so gut drauf“, spekuliert Tadic. „Vielleicht haben sie ja auch die Champions League im Hinterkopf. Ich hoffe, dass sie uns vielleicht unterschätzen.“
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