"Ist ein Anschlag"

Gütertransport auf Abstellgleis: Ärger im Land über ÖBB

Niederösterreich
14.04.2011 17:51
Mehr kassieren, weniger leisten - die Bahn schraubt jetzt die Preise für Gütertransporte in die Höhe. Gleichzeitig werden, bekanntlich Verladestationen im ganzen Land aufgelassen. VP-Klubobmann Klaus Schneeberger lässt seinem Ärger freien Lauf: "Das ist ein Anschlag auf den Wirtschaftsstandort Niederösterreich."

Zahlreiche heimische Unternehmer hatten zuvor vor einer drohenden Lkw-Lawine gewarnt. "Weil Transporte auf der Schiene zu teuer sind, müssen wir künftig verstärkt auf Lastwagen setzen", erklärten Vertreter der Industrie. Dabei geht es um Zigtausende Fahrten pro Jahr auf den heimischen Straßen. Über Antrag der VP stand das Thema auch auf der Tagesordnung der Landtagssitzung in St. Pölten.

Die Sperre von 26 Verladestationen kritisiert Klubchef Schneeberger: "Das gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und damit die Wirtschaftskraft unseres Landes." Zustimmung kommt von der FP. Günther Leichtfried (SP) fordert Verhandlungen mit ÖBB und Bund zur Absicherung der Gütertransporte. Für die Grünen steht fest: "Das Land soll künftig mehr Geld für den Bahn- statt für den Straßenbau bereitstellen."

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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