Mi, 22. August 2018

Spurloser Spitzel

11.04.2011 13:43

USB-Stick überführt heimlich Porno-Konsumenten

Zwölf Prozent aller Websites im World Wide Web sind laut "Internet Filter Review" pornografischer Natur. Statistisch gesehen betrachten jede Sekunde mehr als 28.000 Nutzer die nackten Tatsachen im Netz. Zugeben möchte dies freilich niemand. Abhilfe versprechen nun die Datenforensiker der US-Firma Paraben: Ihr "Porn Detection Stick" soll unter anderem Eltern, Arbeitgebern und Schulen, aber auch Strafverfolgungsbehörden dabei behilflich sein, schlüpfrige Bilder aufzuspüren - selbst wenn diese noch so gut auf dem Rechner versteckt sein mögen.

Beim "Porn Detection Stick" von Paraben handelt es sich um einen simplen USB-Stick plus Software, der, einmal angesteckt, sämtliche auf dem Computer sowie externen Speichermedien gespeicherten Bilder auf pornografische Darstellungen hin untersucht. Das Schnüffel-Werkzeug macht dabei selbst vor versteckten oder gar gelöschten Bilddateien nicht Halt. Bis zu einem gewissen Grad sollen so etwa auch aus dem Browser-Cache gelöschte Dateien wiederhergestellt und gescannt werden können.

Eine Software müsse dafür nicht auf dem Zielcomputer installiert werden, schreibt Paraben auf seiner Website, sodass auch niemand von der Suche erfahre. Allerdings benötigen Schnüffler vor dem ersten Scan auf einem Computer – sofern vorhanden – dessen Passwort.

Suche nach Hauttönen und Körperteilen
Bei der Suche nach den nackten Tatsachen kommt "eine Vielzahl von Methoden und Algorithmen" zum Einsatz, die das Bild unter anderem auf Hauttöne, Körperteile oder Gesichtsausdrücke analysieren. Sortiert nach den Kategorien "verdächtig" und "sehr verdächtig", werden die Suchresultate anschließend in einem übersichtlichen Report zusammengefasst und dabei gleichzeitig ausgepixelt, damit auch niemand an den expliziten Darstellungen Anstoß nimmt.

Fehlerquote von einem Prozent
Eine 500 Gigabyte große Festplatte mit 72.000 Bildern soll sich auf diese Art laut Paraben in 90 Minuten komplett durchsuchen lassen. Die Fehlerquote betrage weniger als ein Prozent, schreibt der Hersteller. Unterstützt werden aktuell 15 verschiedene Bildformate, eine Ausweitung auf Videos ist laut Website bereits in Planung.

Werkzeug für Eltern, Chefs und Ermittler
Als Zielgruppe für den 99 US-Dollar (umgerechnet rund 68 Euro) teuren Stick werden Eltern, Schulen und Arbeitgeber, aber auch Strafverfolgungsbehörden, die konfiszierte Rechner bislang unter großem Zeitaufwand manuell untersuchen mussten, genannt.

Neben dem Schutz - beispielsweise von Minderjährigen - vor den Aufnahmen gehe es auch um den Schutz der technischen Infrastruktur, betont Paraben. Schließlich würden viele pornografische Websites schädliche Viren verbreiten. "Der 'Porno Detection Stick' verschafft ihnen die innere Gewissheit, dass ihr Computer frei von ungewollten oder gar gesetzwidrigen Bildern ist."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Die „Krone“ vor Ort
Gruselig! Nur Polizei bei Salzburgs Geister-Hit
Fußball International
Das Vertrauen lebt
Deutschland macht mit Löw und Bierhoff weiter
Fußball International
Champions-League-Quali
0:0! Nun wartet auf Red Bull Salzburg ein Endspiel
Fußball National
Anklage fallengelassen
Hillsborough-Katastrophe: Polizist entlastet!
Fußball International
Kein Platz in Madrid
Real-Youngster Ödegaard geht zu Vitesse Arnheim!
Fußball International
Aus und vorbei
Thomas Doll nicht mehr Trainer von Ferencvaros
Fußball International
Franz Lederer gefeuert
Robert Almer neuer Sportdirektor bei Mattersburg!
Fußball National

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.