Der Tiroler Bezirk Schwaz, der im Frühjahr von der Südafrika-Mutation besonders betroffen war, wurde damals zur internationalen Forschungsregion für Pfizer. Nach Abstimmung mit dem Unternehmen und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen waren dafür 100.000 Impfstoff-Dosen von Biontech/Pfizer bereitgestellt worden. Am Ende ließen sich 46.000 Personen impfen. Nun will das Land erneut eine große Aktion hinsichtlich „3. Stich“ starten.
„Wir machen allen Schwazerinnen und Schwazern erneut ein großflächiges Angebot, um sich die dritte Impfung frühzeitig abzuholen“, so Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Freitag. Der Bezirk Schwaz sei ein „Best-Practice-Beispiel dafür, wie gut die Impfung wirkt. Hier haben wir durch die tirolweit höchste Durchimpfungsrate, die derzeit bei 66,7 Prozent liegt, weniger Infektionen zu verzeichnen als in den anderen Bezirken.“
Um weiterhin eine möglichst stabile Entwicklung zu gewährleisten, ist es wichtig, die dritte Impfung jetzt in Anspruch zu nehmen.
LH Günther Platter
Mit einer Inzidenz von 242,7 am Donnerstag sei Schwaz unter den österreichischen Bezirken mit der niedrigsten Inzidenz gelegen. „Um weiterhin eine möglichst stabile Entwicklung zu gewährleisten, ist es wichtig, die dritte Impfung jetzt in Anspruch zu nehmen“, betonte der Landeshauptmann weiter.
Aktionen in Bezirkshauptstadt und Gemeinden
Das Land plant nun weitere große Aktionen: Geimpft werde im Bezirk Schwaz am Samstag, 13. November, von 8 bis 20 Uhr und am Sonntag, 14. November von 8 bis 14 Uhr mit vorheriger Terminbuchung im SZentrum in der Bezirkshauptstadt. „An diesen beiden Tagen sind prinzipiell bis zu 3000 Impfungen möglich, Termine müssen vorab online unter www.tirolimpft.at gebucht werden“, hieß es in einer Aussendung.
Eine weitere Impfaktion im Bezirk Schwaz werde es folglich von 26. bis 28. November in rund 25 Gemeinden geben. Die konkreten Standorte sollen so bald bekannt gegeben werden.
Appell von Gesundheitslandesrätin
„Wer noch nicht ein drittes Mal geimpft ist, kann diese Gelegenheit nutzen“, so Gesundheitslandesrätin Annette Leja. Die aktuellen Entwicklungen würden zeigen, „dass der Impfschutz nach einigen Monaten nachlässt. Ich appelliere daher eindringlich, die dritte Impfung nicht auf die lange Bank zu schieben und lade gleichzeitig auch alle noch nicht geimpften Personen ein, sich im Rahmen der Aktion die erste oder zweite Impfung abzuholen.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.