46.000 bekamen Vakzin

Impfungsmarathon im Bezirk Schwaz abgeschlossen

Tirol
16.03.2021 15:41

Am Donnerstag hat die Durchimpfung der Bevölkerung des Bezirkes Schwaz in Tirol begonnen - am Dienstag war die Aktion beendet. „Rund 46.000 der insgesamt 64.000 infrage kommenden Personen ließen sich impfen“, teilte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Dienstag mit. Vereinzelt sollen auch in den kommenden Tagen noch Impfungen in der Region stattfinden. Zudem wurde mit der Immunisierung der Über-65-Jährigen und der Risikopatienten in nahe liegenden Gemeinden begonnen.

„Schwaz ist die erste europäische Region, die durchgeimpft ist. Der Bevölkerung des Bezirks möchte ich sowohl für die Teilnahme an den Impfungen als auch an der wissenschaftlichen Studie meinen Dank aussprechen“, erklärte Platter nach der Regierungssitzung, die er nach einem Skitourenunfall per Videokonferenz leitete. Die Abläufe an den 26 Impfstandorten hätten hervorragend funktioniert. Nun gehe es darum, die Impfungen auch in den weiteren Teilen Tirols weiter auszurollen, erklärte LHStv. Ingrid Felipe (Grüne), die alle Personen, die sich impfen lassen wollen, dazu aufrief, sich schnellstmöglich über www.tirolimpft.at vormerken zu lassen.

Landeshauptmann Günther Platter setzt in Tirol auf regionale Maßnahmen, wie vermehrtes Testen. Auch er sieht keinen Grund für einen Lockdown. (Bild: Birbaumer Christof)
Landeshauptmann Günther Platter setzt in Tirol auf regionale Maßnahmen, wie vermehrtes Testen. Auch er sieht keinen Grund für einen Lockdown.

Oft sieben Dosen pro Fläschchen verimpft
Nachdem aus den Impfstoff-Fläschchen anstatt sechs vielfach sieben Dosen verimpft wurden, konnten auch Personen geimpft werden, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt sind und im Bezirk Schwaz arbeiten - unter anderem Lehrer, Elementarpädagogen sowie Gesundheits- und Strukturpersonal. Zudem können nun auch Impfungen von Personen über 65 Jahren und Risikopatienten in angrenzenden sowie in räumlicher Nähe liegenden Gemeinden durchgeführt werden, hieß es.

„Eine endgültige Bilanz zur Impfaktion in Schwaz wird Ende dieser Woche vorliegen. Wir stehen bereits in engem Austausch mit der Medizinischen Universität, wo derzeit die Fragebögen ausgezählt und überprüft werden“, kündigte Platter an. Bereits jetzt lasse sich aber sagen, dass die Teilnahme an der Studie die Erwartungen übertroffen haben.

(Bild: AFP)

Impfung der Über-65-Jährigen läuft an
Im Impfplan als Nächstes vorgesehen sei nun die Immunisierung der Über-65-Jährigen in den fünf von Ausreisetestkontrollen betroffenen Gemeinden Roppen, Haiming, Arzl im Pitztal, Virgen und Matrei in Osttirol. Die Impfdosen dafür würden aus dem regulären Impfkontingent des Landes stammen. „Auch in den weiteren Teilen Tirols starten voraussichtlich spätestens mit Beginn der kommenden Woche stufenweise die Impfungen der über 65-Jährigen durch die niedergelassene Ärzteschaft, die in den nächsten Tagen erste, kleinere Impfstoff-Tranchen erhält“, berichtete Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP). Dabei werden die niedergelassenen Ärzte die angemeldeten Personen priorisieren und zu einem Impftermin einladen. Alle Betroffenen wurden gebeten, nicht aktiv bezüglich eines Impftermins mit dem Arzt in Verbindung zu treten.

Die Zahl der aktiv positiven bestätigten Südafrika-Fälle und Verdachtsfälle in Tirol ist derzeit stabil: Mit Stand Dienstagnachmittag verzeichnete das Land 66 Fälle, um einen weniger als am Tag zuvor. Die Corona-Situation in den Tiroler Krankenhäusern: 106 Patienten wurden dort stationär behandelt (minus drei), davon 22 auf Intensivstationen (minus zwei). Insgesamt galten in Tirol 1764 Personen als infiziert.

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