30.10.2021 09:39 |

Verstöße aufgedeckt

„Aktion scharf“: Razzia bei Tiroler Paketfirma

Schwerpunktaktion von Finanz und Polizei am Donnerstag im Raum Innsbruck! Im Rahmen der gezielten „Aktion scharf“ wurden die Subfirmen eines Paketdienstleisters genau unter die Lupe genommen. Knapp 60.000 Euro an Strafen und Forderungspfändungen seien nur die erste Bilanz, hieß es. Weitere Strafen aufgrund diverser Verstöße dürften noch folgen.

Gemeinsam mit der Exekutive startete die Finanzpolizei am Donnerstag um 6 Uhr in der Früh die Schwerpunktaktion bei dem Tiroler Paketverteilzentrum. „24 Frächter mit insgesamt 13 inländischen und 57 ausländischen Personen wurden der Kontrolle unterzogen. Auch die Betriebsstätte einer Transportfirma sowie ein von ihr angemietetes Wohnhaus wurden genauer untersucht. Dabei wurden zahlreiche Delikte aufgedeckt“, hieß es in einer Aussendung des Finanzministeriums am Samstag.

60.000 € an Strafen und Forderungspfändungen
So hätten die Einsatzkräfte bei sechs Betrieben insgesamt zehn Übertretungen nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) festgestellt. „Das hat Strafanträge mit einer Gesamthöhe von zirka 8000 Euro zur Folge. Zudem wurden bei sechs Betrieben Forderungspfändungen beim Auftraggeber in Höhe von knapp 50.000 Euro gestellt.“

Ein selbständiger Unternehmer habe eine Aufenthaltskarte vorgelegt, „die jedoch für keine Erwerbstätigkeit gültig war. Somit übte er seine selbständige Tätigkeit illegal aus.“ In diesem Fall folgen eine Anzeige durch die Polizei sowie weitere Maßnahmen durch das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl.

Lenkprotokolle? Fehlanzeige!
Was zudem besonders „eklatant“ aufgefallen sei: Die Paketfahrer scheinen es mit dem „verpflichtend zu führenden“ Lenkprotokoll nicht allzu genau zu nehmen. „In 90 Prozent aller Fälle wurde festgestellt, dass ein solches Protokoll nicht geführt wurde oder nicht vorgelegt werden konnte. Anzeigen an das Arbeitsinspektorat sind die Folge“, hieß es weiter.

Im Zuge der Kontrolle des Wohnhauses einer Transportfirma konnte vermutlich in drei Fällen ein NoVA-Betrug aufgedeckt werden. Diesbezüglich laufen die Ermittlungen noch. Zudem stellte die Polizei einen Schlagring sowie kleinere Mengen Marihuana sicher.

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Steuer- und Abgabenbetrug geht immer zulasten der redlichen Unternehmen sowie der ehrlichen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.

Finanzminister Gernot Blümel

„Steuer- und Abgabenbetrug geht immer zulasten der redlichen Unternehmen sowie der ehrlichen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Dieser erfolgreiche Schwerpunkteinsatz zeigt einmal mehr, dass die Finanzpolizei entschlossen dagegen vorgeht. Ich bedanke mich bei allen eingesetzten Kräften der Finanzpolizei und der Polizei, denn unser gemeinsames Ziel ist es, Österreich sicherer zu machen“, betonte Finanzminister Gernot Blümel.

Von
Hubert Rauth
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