40 Stiche in Rücken

Immer mehr schaurige Details zu Messerattentat

Nach der Wahnsinnstat in Engerwitzdorf (OÖ) kommen immer mehr schaurige Details ans Licht. Michael R. hat offenbar ganz gezielt gehandelt. Nachdem er seine Freundin Beatrice St. mit den Fäusten und mit 40 Messerstichen attackiert und ins Badezimmer gezogen hatte, legte er Feuer, um ihr den Fluchtweg zu versperren.

Nach einem Streit soll der psychisch kranke Michael R. (23) seiner Freundin Beatrice St. (21) in der Nacht auf den Nationalfeiertag mit einem Messer bis zu 40-mal in den Rücken gestochen und die Schwerverletzte dann ins Badezimmer gezogen haben. Doch der 23-Jährige wollte offenbar auf „Nummer sicher“ gehen und legte noch an mehreren Stellen Feuer. Ein Brandherd befand sich direkt vor der Badezimmertür, mehrere im Wohnzimmer und einer im Gang vor der Zugangstür zum Stiegenhaus.

Alle Fluchtwege abgesperrt
Für Beatrice St. waren somit alle Fluchtwege abgesperrt, sie konnte sich nur noch mit einem Sprung aus dem Fenster retten. In der Zwischenzeit legte ihr Freund auch noch im Schlafzimmer im Erdgeschoß einen Brand. Die dort wohnende Mutter und zwei kleine Geschwister waren zum Glück nicht daheim. „Bei der Obduktion konnte man bei dem jungen Mann eingeatmete Rauchgase in der Lunge nachweisen“, so Staatsanwalt Reinhard Steiner. Er war also zumindest noch kurzzeitig während des Feuers im Haus.

Weitere Analysen im Laufen
Danach flüchtete der 23-Jährige zur Bundesstraße und ließ sich von einem Feuerwehrauto überfahren. Gegen den Lenker wird ermittelt. Es werde geprüft, ob der Fahrer den Unfall verhindern hätte können. Aber alles weise darauf hin, dass Michael R. kurz vor dem Auto auf die Straße gesprungen ist. Auch die Obduktionsergebnisse würden den geschilderten Unfallhergang bestätigen, sagt Steiner. Die Ermittlungen gegen den Feuerwehrmann sollen in einer Woche fertig sein. Weitere Analysen werden zeigen, wie viel Alkohol oder auch Medikamente der Messerstecher vor der Tat zu sich genommen hat.

Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
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Dienstag, 30. November 2021
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