24.10.2021 10:00 |

The Sound of Music

Musical feierte grandios kitschige Wiederaufnahme

Vor zehn Jahren stand „The Sound Of Music“ zum allerersten Mal am Spielplan des Salzburger Landestheaters. Die Geschichte über die singende Familie zieht aber auch nach einem Jahrzehnt noch in ihren Bann. Wohl auch wegen einer Hauptdarstellerin, die ihre Rolle mit einer solchen Leichtigkeit ausfüllt, als wäre sie ihr auf den Leib geschneidert.

Das Musical über die Familie Trapp feierte erst im Oktober 2011 Salzburg-Premiere. Obwohl die Vorlage, die am und um den Nonnberg spielt, damals schon stolze 52 Jahre auf dem Buckel hatte, entwickelte sich die Inszenierung zu einem Kassenschlager.

Am Freitag startete man mit neuer Besetzung und begleitet von tosendem Applaus in die bereits zehnte Spielzeit.

„Es ist ein Stück über Familie und zeigt auch, wie man mit der Familie älter wird“, so eröffnete Intendant Carl Philip von Maldeghem die Premiere der Wiederaufnahme im Landestheater.

Maria Strassl etwa, die heute die 16-jährige und damit älteste Tochter „Liesl“ spielt, mimte bereits 2011 die 5-jährige Gretel.

Während das Stück die Kinder teils schon jahrelang begleitet, schlüpften Patrizia Unger und Lukas Perman zum ersten Mal in die Rollen der Maria Rainer und des Georg von Trapp. Vor einem imposanten und vielfältigen Bühnenbild erzählen die Darsteller dabei die bewegende Geschichte der Familie Trapp, die sich – nach der Flucht vor den Nationalsozialisten – mit ihrer Musik ein neues Leben in Amerika aufbauen musste.

Vor allem die hinreißende Patrizia Unger ließ das Publikum am Freitagabend stimmgewaltig und mit viel Charme und Witz gebannt an ihren Lippen hängen. Am Ende setzte es frenetischen Applaus und stehende Ovationen.

Im Interview: Christian Stuppeck

Christian Struppeck zeichnet gemeinsam mit Andreas Gergen seit nun zehn Jahren für die Inszenierung in Salzburg verantwortlich.

Was bedeuten zehn Jahre „The Sound Of Music“ für Sie persönlich, Herr Struppeck?

Es ist unglaublich emotional für mich. Wir haben ja den Kindern auch beim Großwerden zugeschaut. Maria Strassl, die heute die älteste Tochter Liesl spielt, hat 2011 noch die kleine Gretel gegeben - da ging sie mir gerade einmal bis zur Hüfte.

Was verbinden Sie mit der Inszenierung in Salzburg?

Sie ist wirklich etwas besonderes. Vor allem international konnte kaum jemand glauben, dass das Stück 52 Jahre lang nicht in seiner Heimat gespielt wurde. Wir sind froh, dass wir es gemacht haben.

Sind zehn Jahre ungebrochene Begeisterung eine Bestätigung für Sie?

Durchaus! Als wir 2011 das erste Mal gespielt haben, gab es im Vorfeld auch negative Stimmen. Man sagte uns, dass das die Leute nicht sehen wollen - der Erfolg gab uns dann aber schließlich recht.

Was fasziniert Sie selbst an „The Sound of Music“?

Das Stück ist unglaublich gut geschrieben. Einfach jeder Song ist ein Hit. Es ist nicht umsonst das erfolgreichste Musicals weltweit.

Haben Sie einen Lieblingssong?

Das ist schwierig, weil ja alle rührend sind. „Climb Every Mountain“ ist aber sicher ein Highlight.

Benedict Grabner
Benedict Grabner
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