Eine Nachbarin hatte die Polizei gerufen, weil sie im Hof den lautstarken Beziehungsstreit eines Paares mitbekommen hatte. Wenig später klopften die Beamten an der Tür des 37-Jährigen.
Der Mann öffnete und schrie: "Ihr habt's da nix zu suchen!" Dann knallte er die Tür vor der Nase der Polizisten zu. Die ließen nicht locker und wenig später war der 37-Jährige in den schmalen Hausflur gezerrt. Doch zur Beruhigung trug das nicht bei. Im Gegenteil: Es wurde gerangelt und geschubst und gehalten.
"Wir hatten zu sechst Mühe, den Mann zu bändigen und die Handschellen anzulegen. Ich wollte schon Verstärkung holen", erzählt eine Beamtin am Landesgericht in Innsbruck.
"War ein wenig respektlos"
Der Angeklagte gab zu, "schon ein wenig respektlos" gewesen zu sein, aber er habe sonst nichts getan, "ich habe mich nur steif gemacht." Die Polizisten schilderten das anders und auch der Anwalt des Angeklagten gab indirekt zu, dass da schon mehr im Spiel gewesen sein könnte: "Er reagiert allergisch auf Polizisten." Dazu komme sein Alkoholproblem und die Tatsache, dass er an einer Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leide.
Auch die Tatsache, dass er schon dreimal wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt verurteilt worden war, sprach nicht für ihn. Die Richterin verhängte eine zweijährige Haftstrafe. Nicht rechtskräftig.
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