Sterben & erben

Millionengeschäft mit dem Tod: Spenden an Vereine

Kärnten
13.10.2021 11:26

Unsterblich möchte so mancher von uns sein. Immer mehr Kärntner werden dies durch eine Erbschaft für einen gemeinnützigen Verein - Gedenktafel, Dankbarkeit und Grabpflege inklusive. 97 Organisationen, vom Tierschutzkompetenzzentrum bis zur Diakonie, sind bereits unter dem Dach „Vergissmeinnicht“ organisiert, wo man auf Testamentspenden wartet. Diese Vereine leben von Testamentspenden für den guten Zweck...

Dem Procedere haftet der Hauch der Erbschleicherei an - oder? „Überhaupt nicht“, findet die Klagenfurter Notariatspartnerin Katharina Haiden-Fill. „Viele Menschen möchten nach dem Tod Gutes tun; wichtig ist die richtige Aufklärung. Erbschleicherei findet sich übrigens viel eher im Familienkreis.“ Man gehe ja auch nicht aktiv auf alleinstehende Vermögende zu, wird versichert.

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Wir erfahren meist erst nach dem Tod von unserem Glück.

Tara Geltner vom Tiko

Vier Millionen Euro für Tierheim
Im Gegenteil. „Wir erfahren meist erst nach dem Tod von unserem Glück“, so Tara Geltner vom Tiko, das mit einem gewonnenen Erbschaftsprozess bis zum Obersten Gerichtshof für Schlagzeilen sorgte: „Wir haben vier Millionen Euro geerbt. Aber erst seit einer Woche ist das rechtliche Drumherum geregelt.“ Das Geld sei ein Polster, aber trotzdem seien Spenden für das Überleben der meisten Institutionen unerlässlich.

Grundstücke, Wohnungen & Co
Wie viel gibt’s zu erben? Meist sind es Grundstücke, Wohnungen, selten so ein Millionenschatz wie für das Tiko. „Insgesamt werden in Österreich rund zehn Prozent aller Spenden testamentarisch vermacht“, so Markus Aichelburg von „Vergissmeinnicht“: „Also 75 von 750 Millionen Euro.“

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