Schlagabtausch

Wegen Tennishalle fliegen in Bad Ischl Giftpfeile

Während in den meisten Gemeinden des Landes der Wahlkampf verhältnismäßig ruhig abläuft, geht es in Bad Ischl schon seit vielen Wochen heiß her. Im Mittelpunkt der Schlammschlacht: Die Errichtung der am letzten Freitag eröffneten Tennishalle.

Seit sechs Tagen wird in der neuen Tennishalle in Bad Ischl aufgeschlagen. Einen heftigen Schlagabtausch liefern sich auch die Gemeinderatsparteien. SPÖ-Bürgermeisterin Ines Schiller, ihrem „Vize“ Thomas Loidl und dem FPÖ-Stadtrat Anton Fuchs wird von der ÖVP-Fraktion vorgeworfen, Fördergelder in der Höhe von 500.000 Euro verschlampt zu haben. Statt 1,4 Millionen kostet das Projekt nun 2,4 Millionen Euro. Die Bauzeit dauerte statt zwölf nun fast 24 Monate. Widersprüchlich: Zeitgleich wird Schiller vorgeworfen, den Bau vorangetrieben zu haben, um die Halle rechtzeitig vor der Wahl eröffnen zu können.

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Der Verein entschloss sich von sich aus beim Bau für einen Aufpreis. Laut dem Tennisclub-Obmann ist die Halle eine der modernsten in Oberösterreich.

Thomas Loidl, SPÖ-Vizebürgermeister

„Vorwürfe sind haltlos“
„Die Vorwürfe über verschlampte Förderungen sind haltlos. Dennoch werde ich in der Stadt schon sogar darauf angesprochen, mich persönlich bereichert zu haben“, ist Fuchs bitter enttäuscht. Auch Loidl ist sauer. Ihm wird angekreidet, bei Abstimmungen sich der Stimme enthalten und dadurch „verdächtig“ gemacht zu haben. „Es ist wahr, ich habe nicht mitgestimmt, weil vieles von der Baufirma, die vom Gemeinderat mit der gesamten Bauabwicklung beauftragt worden ist, für mich nicht nachvollziehbar war“, so Loidl.

Ärgerlich ist für den Vizebürgermeister auch die Behauptung, der Tennisverein habe sich wegen der Versäumnisse der Politik verschulden müssen.

Mario Zeko
Mario Zeko
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Dienstag, 28. September 2021
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