Hobbits Zweite

¿A Part of Me¿ - die Neue von Kurt Nilsen

Musik
30.11.2004 22:56
Es war einmal ein kleiner Hobbit. Der kam aus Norwegen, war Klempner und hatte zwei große Dinge: seine Zahnlücke – und seine Stimme. Mit beiden trat er gerne auf Bühnen auf. Und obwohl er das eine hatte, brachte ihm das andere Jubel und Platin-CDs. Jetzt gibt es das zweite Album von Kurt Nilsen.
(Bild: kmm)
Kurt Nilsen ist kein Robbie Williams, sogaralles andere als das; denn dass er gut aussieht, kann man wirklichnicht behaupten. Aber offensichtlich kann man im Show-Businessauch ohne ein perfektes Äußeres Erfolg haben, auchim Zeitalter nach Joe Cocker.
 
Als Hobbit wurde Kurt Nilsen von einem Juroren bezeichnet,an dem Abend, als er die Finalveranstaltung der "Superstar" gewannund damit zum europäischen Superstar wurde. Als "Hobbit mitEngelsstimme". Dann kam das erste Album des Norwegers, und damitpräsentierte er sich nicht als Casting-Show-Puppe, sondernals eigenständigen Singer-Songwriter, dem die Produzentenein paar Ecken und Kanten zu viel aus der Musik geschliffen haben.
 
"A Part of Me"
Jetzt liegt das zweite Album vor. Es heißt"A Part of Me" und wurde erstaunlich schnell aufgelegt. Hattenwir nicht gerade erst seine erste Scheibe im Player? Ist aberkein Wunder, denn Kurt schreibt Songs so schnell wie kaum einAnderer.
 
Nach dem ersten Album hatten wir gehofft, Kurt würdeseine eigenständigen Kanten stärker rausarbeiten undweniger glatt daherkommen. Und damit interessanter klingen. Dochdiese Erwartung hat er etwas enttäuscht, "A Part of Me" bleibthinter den Erwartungen zurück, trotz aller unbestrittenenFähigkeiten des Norwegers.
 
Die Stimme ist echt eigenständig, doch dieMusik ist nicht viel mehr als nett. Ein bisschen "Aha", ein bisschenPhil Collins, ein bisschen Bon Jovi oder Bryan Adams, U2 dürfteKurt auch gerne hören, das merkt man an manchen Stellen.Doch wer eine große Karriere machen will, muss aus großemPotential mehr als nur nette Musik machen, sie muss authentischklingen.
 
"A Part of Me" ist kein schlechtes Album. Es istein unauffälliges, ruhiges. Auf Dauer ein bisschen fades.In Kurt Nilsen steckt mehr. Hoffentlich zeigt er das auf seinemdritten Album. Hoffentlich bald.
 
Wertung:
5 von 10 Engelszungen
 
Von Stephan Schätzl
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