02.09.2021 09:00 |

Motto „The Way Out“

Heute in einer Woche startet der steirische herbst

Im Vorjahr musste sich der steirische herbst pandemiebedingt als „Paranoia TV“ neu erfinden. Heuer stürmt man unter dem Titel „The Way Out“ von 9. 9. bis 10. 10. in den öffentlichen Raum. Dort finden nicht nur Performances und Installationen statt, auch die Tradition der herbst-Plakate wird wieder zum Leben erweckt.

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Was war das für ein Aufruhr, als auf dem Plakat für den herbst’72 ein Mann seine Hose herunterließ. Freilich: Die Zeit derartiger Kulturskandale ist längst vorbei. Doch zumindest Momente der Verwirrung möchte der herbst heuer mit der Wiedergeburt der Plakatkampagne stiften: Zehn Künstler wurden gebeten, ihre Sujets zum Festival-Motto „The Way Out“ zu gestalten - darunter mit Horst Gerhard Haberl und Hans Haacke zwei Ikonen der herbst-Historie.

Schon jetzt sind diese als Vorboten des Festivals im Straßenbild zu sehen - und im Besucherzentrum in der Murgasse, das heute offiziell seine Tore öffnet, käuflich zu erwerben. Peter Schloss und die Grupa Ee haben diesen Raum voller optischer Täuschungen gestaltet.

Keine Täuschung, sondern ganz real sind der verfrühte Start und die längere Laufzeit des herbst’21: „Mit Blick auf die Pandemie-Lage war die Ausdehnung nicht die schlechteste Entscheidung“, sagt Henriette Gallus, stellvertretende Intendantin. Der Großteil der Veranstaltungen findet im Freien statt. Für alle Indoor-Veranstaltungen hat man sich zusätzlich zur 3G-Regel für eine FFP2-Maskenpflicht entschieden: „Zur Sicherheit der Künstler und des Publikums“, so Gallus.

Viele Performances im öffentlichen Raum
Mit Sicherheit gibt es abseits des heurigen Festival-Schwerpunkts mit Performances, Installationen und Interventionen - wir haben berichtet - aber auch ein spannendes Rahmenprogramm: In Anlehnung an das Format der „Paranoia TV News“ aus dem Vorjahr schickt man Künstler aus, die „Lageberichte“ aus dem Grazer Alltag gestalten. So wird etwa Stefanie Sargnagel vom Aufsteirern berichten oder Pia Hierzegger von der Gemeinderatswahl.

Paul B. Preciado wiederum hat der Grazer Bevölkerung einen Liebesbrief geschrieben, der während des Festivals an alle Haushalte zugestellt wird. Und am 2. Oktober lädt man im Hof des Palais Attems zu „Papier marche“, einem Pop-up-Markt für Kunst auf Papier.

Für alle, die den herbst nicht selbstständig erkunden wollen, gibt es wieder ein breit gefächertes Vermittlungsprogramm mit Führungen, Diskussionsrunden und Workshops. Und auch eine herbst-Bar gibt es heuer wieder - und zwar im kürzlich eröffneten Lokal „Gatto im Museum“ beim Volkskundemuseum.

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