Mit dem kritischen Posting über das Gesundheitswesen sorgte Rohrhofer für Wirbel – viele Menschen pflichteten ihm bei. Die Fülle an gleichartigen Erfahrungen, von denen diese berichten, sollte den Landeskliniken nun wahrlich zu denken geben. Hintergrund: Beim Tennistraining verletzte sich der ORF-Mann am 4. August schwer. In der Kremser Notfallambulanz schickte man ihn nach einem Röntgen und der Frage „Eine Sportsalbe haben Sie eh daheim?“ ohne Schiene oder Verband wieder nach Hause. „Einen Termin für mein Befundgespräch hätte ich überhaupt erst am 3. September (!) bekommen“, so Rohrhofer.
Spezialist nahm sich sogar im Urlaub Zeit
Selbst eine privat bezahlte MRT-Untersuchung war in Niederösterreich frühestens am 9. August möglich. „Ich mache dem Personal keinen Vorwurf, das ist das System“, sagt Rohrhofer. Wegen starker Schmerzen wollte er aber nicht länger warten und fand Hilfe bei einem Handchirurgen in Wien: Anderthalb Stunden nach dem Telefonat mit dem Mediziner im Urlaub (!) hatte Rohrhofer eine MRT-Untersuchung, am 10. August wurde er operiert.
Ich mache dem Personal keinen Vorwurf, das ist das System.
Gernot Rohrhofer
Den Fall will die Landesgesundheitsagentur „aus Datenschutzgründen“ nicht kommentieren. Aber: Sollte ein Arzt feststellen, dass eine Verletzung nur operativ behandelt werden kann, werde umgehend ein OP-Termin vereinbart, heißt es.
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