04.08.2021 07:19 |

Bei Protestmarsch

USA: Waffenschwingendes Anwaltspaar nun begnadigt

Fotos von ihnen gingen um die Welt: Jenes US-Ehepaar, das im vergangenen Jahr seine Schusswaffen gegenüber Anti-Rassismus-Demonstranten, die im Zuge der Tötung des Afroamerikaners George Floyd auf die Straßen gegangen waren, gezückt hatte, sorgte für heftige Diskussionen und führte zu einer Verurteilung der beiden Rechtsanwälte. Sie mussten u.a. eine Geldstrafe bezahlen. Nun wurden sie seitens des republikanischen Gouverneurs des Bundesstaats Missouri, Michael Parson, begnadigt.

Die Republikaner hatten das Paar zu Helden erklärt, Demokraten hingegen verurteilten das martialische Auftreten der beiden Anwälte Mark und Patricia McCloskey. Demonstranten hatten im Zuge der Kundgebung in St. Louis im Juni des Vorjahres eine Privatstraße, die vor dem Haus der Eheleute verläuft, für den Protestmarsch genutzt, woraufhin das Paar aus dem Haus kam und sich schützend davorstellt - bewaffnet. Er hielt ein Sturmgewehr in Händen, sie eine Pistole. 

Geldstrafe, Waffenabgabe
Fotos verbreiteten sich daraufhin rasch über die Medien, die Justiz ermittelte. Letztlich bekannte sich das Paar im Herbst schuldig, musste eine kleine Strafe zahlen und ihre Waffen abgeben. Am Freitag erfolgte die Begnadigung, wie das Büro Gouverneurs am Dienstag (Ortszeit) mitteilte. Damit ist ihre Verurteilung hinfällig.

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Als der wütende Mob kam, um mein Haus zu zerstören und meine Familie zu töten, habe ich mich gegen sie erhoben.

Mark McCloskey in einem Video

Mark McCloskey will sich inzwischen um ein politisches Amt bemühen. In einem Video zur Verkündung dieser Bewerbung hatte er - wie berichtet - ohne irgendwelche Belege angegeben, von den Demonstranten der Bewegung Black Lives Matter sei eine lebensgefährliche Bedrohung für ihn und seine Familie ausgegangen. „Als der wütende Mob kam, um mein Haus zu zerstören und meine Familie zu töten, habe ich mich gegen sie erhoben“, sagte er.

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