Niedrigste Quote in Ö

Normalität kehrt auf Tiroler Arbeitsmarkt zurück

Tirol
03.08.2021 09:57

Auf Tirols Arbeitsmarkt kehrt langsam aber sicher wieder Normalität ein. Die Zahl der als arbeitslos Gemeldeten ging zuletzt stark zurück, während sich gleichzeitig jene der Beschäftigten wieder auf einem hohen Niveau einpendelt. Entscheidend für diese positiven Entwicklungen ist die Öffnung der Tourismusbetriebe.

Es sind gute Nachrichten, die es mit Stichtag Anfang August zum Tiroler Arbeitsmarkt gibt. So hat unser Bundesland mit 3,6 Prozent wieder die niedrigste Arbeitslosenquote in ganz Österreich – der Bundesschnitt beträgt 6,7 Prozent. Vergleicht man die Monate Juni und Juli des heurigen Jahres, zeigt sich, dass innerhalb nur eines Monats die Arbeitslosenzahl um 15,5 Prozent (das sind 2409 Arbeitslose weniger) zurückging.

Schub durch Öffnungsschritte
Für den kräftigen Beschäftigungsschub sorgten weitere bundesweite Öffnungsschritte, insbesondere jene im Tourismus. „Tirols Arbeitsmarkt befindet sich wieder auf einem erfreulichen Kurs. Wir können optimistisch in die Zukunft blicken. Dennoch gilt es, weiterhin achtsam zu sein, was den Arbeitsmarkt betrifft: Denn noch immer sind insgesamt 13.121 Personen in unserem Land arbeitslos“, betont LH Günther Platter zu den neuesten Zahlen. Zu diesen knapp 13.000 Joblosen kommen noch 2160 Personen dazu, die aktuell in Schulung sind (im Vorjahresvergleich sind das um 600 Personen oder 38,5% mehr). In Summe sind also rund 15.300 Menschen in Tirol ohne Job.

Langzeitarbeitslose weiter großes Problem
Natürlich ist es vor allem der Bereich der Langzeitarbeitslosen, der Sorge bereitet, und für den es weiter gilt, gezielte arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zu setzen. „Die Zahl der sechs Monate und länger Vorgemerkten stieg um 18,7 Prozent auf 4876. Bei den länger als ein Jahr arbeitslosen Menschen ist ein Anstieg um 91,4 Prozent auf 2456 zu verzeichnen. Mehr als die Hälfte der Langzeitarbeitslosen ist älter als 50 Jahre“, weiß AMS Tirol-Geschäftsführer Alfred Lercher.

Positiv hingegen ist die Entwicklung bei den 20- bis 24-Jährigen. Hier gab es mit 47,2 Prozent den stärksten Rückgang (1235 Betroffene).

Ende Juli waren beim AMS Tirol 8759 offene Stellen zur sofortigen Besetzung gemeldet (im Juli 2019 vor Corona waren 6500).

563 junge Suchende und 968 offene Lehrstellen
Thema Lehrlinge: Es gibt aktuell 968 sofort verfügbare Lehrstellen, denen 563 sofort verfügbare Lehrstellensuchende gegenüberstehen. „Um Tirols Arbeitnehmer gut zu unterstützen und die Auswirkungen der Coronakrise abzufedern, werden wir im Herbst das umfangreiche Förder- und Unterstützungsprogramm fortsetzen. Sollte die eine oder andere Zusatzmaßnahme nötig sein, werden wir diese rasch umsetzen“, erklärt Arbeits- und Bildungslandesrätin Beate Palfrader.

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