Wegen übler Nachrede aufgrund im Vorjahr veröffentlichter Beiträge zur Corona-Situation im Zillertal hat Tirols Wirtschaftsbundchef und Nationalrat Franz Hörl (ÖVP) einen Blog verklagt. Mit Erfolg! 1200 Euro bekommt er nun als Entschädigung. Das Geld wird aber gespendet.
Bezug nehmend auf eine anonyme Quelle wurde im Blog behauptet, dass im Zillertal ein Schweigegelübde herrsche. Außerdem würde „die Mafia aus Seilbahnbetreibern und Hoteliers“ alles dran setzen, zu vertuschen, dass Touristen, die teils aus Ischgl oder vom Arlberg kamen, nach dem Ausbruch der Pandemie ins Zillertal gebracht wurden. Und es sei im Tal die Zahl der Corona-Toten verfälscht worden.
„Auch Politiker müssen sich nicht alles gefallen lassen“
„Schon allein dieser Vorwurf ist ein Affront gegenüber jedem, der jemanden in der Pandemie verloren hat. Zudem war alles an den Haaren herbeigezogen“, ärgerte sich der Hotelier und oberste Seilbahner Österreichs. Er ging vor Gericht, weil es ihm „wichtig war zu zeigen, dass sich Politiker nicht alles gefallen lassen“.
Spende für Sportverein
Der Blog muss nun 1200 Euro Entschädigung zahlen, die Hörl einem Zillertaler Sportverein für dessen Jugendarbeit spenden will.
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