Die Sicherheitsrisiken rund um das grenznahe Uralt-Atomkraftwerk Krško lassen die Wogen hochgehen. Jetzt besteht die realistische Chance, die tickende Strahlenbombe abzuschalten. Die Umweltorganisation Gobal 2000 hat eine Petition gestartet - und erntet breiten Zuspruch. Knapp 35.000 Menschen haben bereits unterschrieben. Nun werden konkrete Aktionen von der Politik gefordert.
„Wie kommt man auf die Idee, ein Atomkraftwerk in einer Zone zu bauen, die regelmäßig von Erdbeben heimgesucht wird?!“ Nicht nur in den sozialen Medien gab es heftige Reaktionen auf den „Krone“-Lokalaugenschein im Schrott-Meiler von Krško.
Und die Rufe nach einem Abschalten des slowenischen Hochrisikoreaktors, der nur 80 Kilometer von der Grenze entfernt liegt, werden immer lauter. Jetzt können die Steirer auch aktiv ihre Stimme gegen die tickende Strahlenbombe von Krško erheben - und damit etwas bewegen. Die Umweltorganisation Global 2000 hat eine Petition zur Stilllegung des maroden Atomkraftwerks gestartet.
Online-Petition von Global 2000 hier unterzeichnen.
Unterschriften als Auftrag an die Politik
„Jetzt kann die Bevölkerung ihre Stimme an die Adresse der österreichischen Bundesregierung richten“, ruft Reinhard Uhrig, Anti-Atom-Experte von Global 2000, zum Handeln auf. Knapp 35.000 Menschen sind dem Ruf gefolgt und haben bereits unterzeichnet. „Unser Ziel sind 50.000 Unterschriften. Je mehr, desto besser“, meint Uhrig.
Und: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt.“ Gerade läuft ein grenzüberschreitendes Begutachtungsverfahren, das entscheidet, ob die Anlage in zwei Jahren dichtgemacht werden muss. 40 Jahre hat der auf 30 Jahre angelegte Reaktor bereits „auf dem Buckel“. Geht es nach den Betreibern, sollen es noch weitere 20 Jahre werden.
„Die Politik inklusive der Bundesregierung kann jetzt für die Bevölkerung aufstehen“, erklärt Uhrig. Die „Krone“-Enthüllungen lassen den Schrott-Meiler jedenfalls zum Fall für den Landtag werden. Die Grüne Landtagsklubobfrau Sandra Krautwaschl will diese Woche noch einen Antrag einbringen.
Die Landesregierung soll sich demnach „mit allen ihr zur Verfügung stehenden rechtlichen und politischen Mitteln gegen die geplante Betriebsverlängerung einzusetzen.“ 50.000 Stimmen aus der Bevölkerung würden hier wohl Wirkung zeigen...
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