Er hatte seinen rettenden Andrenalin-Pen nicht in Griffweite. Das war für einen 32-jährigen Innviertler nach einem Hornissenstich tödlich. Der Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Bundesweit sind etwa 300.000 Österreicher auf Bienengift allergisch, aktuell gibt's Engpässe bei den Notfallmedikamenten.
Mit dem sogenannten Epi-Pen spritzen sich Allergiker unkompliziert eine rettende Dosis Adrenalin, falls es nach einem Stich zu einem anaphylaktischen Schock kommt. Da heuer wegen der Hitze so ein starkes Wespenjahr ist, war die Nachfrage nach dem Notfallmedikament außergewöhnlich hoch und es gibt aktuell einen Versorgungsengpass.
Fest abgesagt
Auch der 32-jährige Florian S. aus Hohenzell bei Ried (Oberösterreich) wusste um seine schwere Allergie, die etwa vier Prozent der Bevölkerung haben. Doch just in dem Moment, als er in Mettmach gestochen wurde, hatte er dieses Medikament nicht griffbereit, heißt es in Medienberichten. Die Trauer in Hohenzell, wo der 32-Jährige bei der Feuerwehr und bei der Musik war, ist groß, aus Respekt vor den Angehörigen wurde das Reblausfest abgesagt.
1000 Spitalaufenthalte pro Jahr nach Stichen
Bundesweit sterben pro Jahr laut Kuratorium für Verkehrssicherheit sieben Menschen nach Insektenstichen. Alleine im Jahr 2024 werden 13 Todesfälle auf allergische Reaktionen nach Bienen- oder Wespenstichen zurückgeführt. Und jedes Jahr müssen etwa 1000 Allergiker nach Stichen, auch von Spinnen, in Spitälern behandelt werden.
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